Kurzandacht

 

 

 

Viele Menschen fragen: „Wer wird uns bessere Zeiten bringen?
Lass das Licht deines Angesichts über uns leuchten, Herr!“

Psalm 4,7

Liebe Geschwister!

ich vermute die meisten, die jetzt diesen Vers aus Psalm 4 gelesen haben, denken sich gerade: „Treffender hätte dieser bei der aktuellen Lage nicht sein können!“ Corona ist leider inzwischen ein fester Bestandteil unseres Alltages geworden, ob es uns nun gefällt oder nicht. Wir stehen inmitten eines zweiten Lockdowns und die Lage ist schlimmer denn je. Anfang des Jahres ist unser Land noch mit einem blauen Auge davon gekommen und wir standen international relativ gut da. Das hat sich nun geändert. Die Zustände sind besorgniserregend, sehr viel mehr Infizierte und Tote, und die Angst steigt bei vielen Menschen spürbar an. 

Aber auch die damit verbundenen „Begleiterscheinungen“ darf man nicht vergessen und unterschätzen. Familien werden massiv gefordert, Sozialkontakte stark reduziert, das Miteinander wird an vielen Ecken intensiv zurückgefahren, Menschen verlieren ihren Arbeitsplatz und viele Ältere vereinsamen. Die Liste ist lang.

Doch auch ganz unabhängig von Corona gibt es natürlich immer wieder im Leben eines jeden Einzelnen individuelle Erlebnisse oder Erfahrungen, die viel Leid und Not mit sich bringen, wie z. B. ein schwerer Unfall, seelische Probleme, der unerfüllte Wunsch nach Liebe und Anerkennung oder gute Freunde, oder den richtigen Partner fürs Leben. Daraus resultiert oft Verzweiflung, Niedergeschlagenheit und innere Ausgelaugtheit. Man ist müde und weiß ganz einfach nicht mehr weiter. Es scheint alles irgendwie nur noch grau und dunkel zu sein. Jeder Einzelne hat seine ganz eigene Geschichte und muss mit den Herausforderungen, die das Leben bringt, zurechtkommen.
Und all die Schwierigkeiten, Nöte und Ängste in ihrer individuellen Form werden uns auch noch nach Corona, wie sie bereits davor und währenddessen da waren, begleiten. Und da stellt man sich doch früher oder später die Frage: 

  • Wie geht es weiter? 
  • Hört Gott mich überhaupt? 
  • Wann werden wieder bessere Zeiten kommen?

Wir wissen nicht wann, wir können nur hoffen, schon bald.

Aber entscheidend ist auch nicht die Frage wann, sondern wer bringt sie uns?! Und das ist unser Herr Jesus! An IHN ist auch unmittelbar die Frage nach dem Wann gekoppelt. Ihm dürfen wir voll und ganz zutrauen, dass ER alles gut machen wird. Vieles bleibt ungewiss und vielleicht auch unbeantwortet, aber wenn wir in einer Sache Gewissheit haben dürfen, ist es die Tatsache, dass ER alles in seinen Händen hält und nichts geschehen lässt, was nicht geschehen soll! ER steht zu jeder Zeit ganz souverän über allem. Für uns nicht immer ganz einfach und begreiflich! Einerseits ist es oft so, dass wir wieder mehr nach Gott fragen, wenn es uns schlecht geht oder die Zeiten erdrückend sind. Gott wird für uns wieder wichtiger und größer. Seine Nähe sollten wir uns immer wieder bewusst machen und uns selbst prüfen: Wie steht es mit mir persönlich?! Bin ich noch auf der richtigen Route oder habe ich mich inzwischen verfahren?

Auf der anderen Seite bringt uns dieses Verständnis Sicherheit und Beruhigung. Wir werden feststellen, dass unser aufgewühltes Gemüt zur Ruhe kommt und das Herz ruhiger zu schlagen beginnt. Es hilft uns, Angst und Sorge IHM abzugeben. Faktoren, denen wir in unserem Leben niemals zu viel Spielraum geben dürfen.

Lass das Licht deines Angesichtes über uns leuchten, Herr! Psalm 4,7 (Neues Leben)

Da wo Licht ist, hat die Dunkelheit keinen Platz. Wo wir eine Kerze in einem völlig dunklen Raum anzünden, können wir plötzlich etwas sehen. Und wenn der Tag anbricht, verschwindet die Nacht. Unser Herr Jesus ist dieses Licht. Er ist heller als jeder Stern. Er erleuchtet die dunkelsten Regionen. Wenn wir IHN in unser Herz lassen und IHM vertrauen, werden wir auch in den dunkelsten Zeiten das Licht am Ende des Tunnels sehen. ER wird uns hindurchführen, ohne Wenn und Aber. Und wenn wir IHN leuchten lassen, dürfen wir gleichzeitig erleben, wie es uns verändert und uns helfen wird, viele Situationen aus einer anderen Perspektive zu sehen und auch zu meistern. Dafür dürfen wir beten, Miteinander und Füreinander.

Ich wünsche euch ein gutes, neues, gesegnetes Jahr 2021 mit vielen, schönen und außergewöhnlichen Erfahrungen mit unserem Herrn Jesus Christus in allen Lebenslagen.

Herzliche Grüße,
Benjamin Klein