Impuls für den Monat März

 Dieser Vers ist der kürzeste der Bibel und zugleich einer der tröstlichsten.
Jesus ist das ewige Wort, das alles schuf. Er hat alles in seiner Hand. Er ist allwissend und allgegenwärtig. Gerade das 11. Kapitel des Johannesevangeliums offenbart uns die ganze Macht des Sohnes Gottes. Aber es offenbart uns auch am deutlichsten die Empfindungen des Herrn.
Der allmächtige Herrscher über alle und Richter der Toten und Lebendigen ist voll innigen Mitgefühls.
 
Jesus wusste, dass er Lazarus von den Toten auferwecken würde. Er sagte zu den Jüngern.

 Und als die Jünger dachten, er rede vom natürlichen Schlaf, sagte er ihnen frei heraus:

 Die Schwestern von Lazarus hatten Jesus frühzeitig über die Erkrankung informiert. Trotzdem hatte er seine Ankunft zwei Tage hinausgezögert, sodass der Verwesungsprozess von Lazarus schon eingesetzt hatte.  Und dennoch weint er. Warum? Wie ist das zu verstehen?
 
Jesus weinte nicht über den Tod von Lazarus. Er weinte, weil er mit den Schwestern und den umherstehenden anderen Juden mitfühlte. Er weinte, davon bin ich überzeugt, weil das Elend der Sünde und des Todes, welche die Menschen gefangen hält, ihn schmerzte.
Jesus tat das, was einer seiner Apostel später allen Christen befahl:

 Dass Jesus weinte, zeigt uns drei Dinge.
 
1. Jesus sieht unsere Tränen

 Er übersieht den Schmerz nicht und geht einfach so darüber hinweg. Er nimmt unsere Tränen ernst, so wie er es bei Maria, Martha und der Menge tat.
 
2. Jesus teilt unsere Tränen

 Er ist voller Mitgefühl. Er ist nicht kalt, nicht technisch, nicht distanziert im Wissen, dass er Lazarus gleich auferwecken wird. Jesus ist Gott und dennoch Mensch. Jede Träne, die wir weinen, weint er mit.
Aber, und dessen dürfen wir uns gewiss sein,
 
3. Jesus überwindet unsere Tränen

 Er bleibt nicht beim Weinen stehen – er handelt. Unsere Tränen haben in Jesus ein Ablaufdatum:

Unsere Not ist Jesus nicht zu klein, nicht zu peinlich, nicht zu kompliziert.

Menschen, die Jesus angehören wissen, dass er ihren Schmerz wahrnimmt. Er leidet mit in jeder Situation. Der Gott der Bibel ist kein Gott ohne Tränen. Er ist der Gott, der Tränen kennt. Jesus ist nicht nur die Lösung unserer Probleme, er ist ein Mit-Leidender in jeder Situation.
Wenn wir weinen, ist Jesus gleichzeitig der mitweinende Freund und der auferweckende Herr. Wir dürfen mit unseren Tränen zu ihm kommen – und mit unserer Hoffnung. Egal in welcher schmerzlichen Situation wir uns gerade befinden. Das ist gewiss. Jesus steht neben uns – mitfühlend und mächtig.
Glaubst du, dass Jesus in deine Situation hineinsprechen und -handeln kann – und dass er jetzt schon deine Tränen sieht und mit dir trägt? Er kann es! Er tut es!
Wir leben in einer Welt, in der Tränen normal sind. Tränen über zerbrochene Beziehungen, über Krankheit, Schuld, Einsamkeit, unerfüllte Wünsche. Manchmal wischen wir sie schnell weg, damit niemand sie sieht.  Aber Gott sieht jede Einzelne und zeichnet sie in einem Buch auf.

David schreibt:

Keine Träne, die wir weinen, ist Gott egal. Aber er verspricht noch mehr. Es kommt ein Tag, an dem er selbst deine Tränen abwischen wird. Bildlich gesprochen wie eine Mutter, die das weinende Kind in den Arm nimmt und das Gesicht trocken streichelt.

Schmerz und Trauer gehören seit dem Sündenfall zu unserer gefallenen Welt. Aber diejenigen, die ihr Leben Jesus Christus gegeben haben, dürfen wissen: Der Schmerz hat ein Ablaufdatum. Tränen sind nicht sinnlos. Jesus wird einmal alles neu machen. Wohl dem, der einmal stirbt und zu Jesus gehört.

Es kommt der Tag, an dem er alle Menschen aus dem Grab herausrufen wird. Diejenigen, die an ihn geglaubt haben, werden die Ewigkeit in der Gegenwart Gottes verbringen. Diejenigen, die sein Angebot der Errettung abgelehnt haben, werden die Ewigkeit getrennt von ihm in der ewigen Verdammnis verbringen.

Gehörst du zu Jesus?

Glaubst du das?

Euer
Heinz van Vorst

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