Impuls für den Monat April

Wir leben heute in einer Zeit, in der es keinen Mangel an Informationsquellen gibt!
Tageszeitung, Radio, Fernsehen, Internet,… Wir werden geradezu überflutet von neuesten Meldungen!
 
Das Problem: Sondieren, was davon wichtig und vor allem richtig ist.
 
Es wimmelt besonders im Internet geradezu von Fake News, von Videos, die mit Hilfe von KI erstellt wurden und uns täuschend echt Dinge vorgaukeln, die frei erfunden sind. Gerade im derzeitigen Nahostkrieg nutzt die Propaganda der Kriegsparteien diese Mittel.
 
Wir sind also gut beraten, nicht alles sofort zu glauben, was uns da übermittelt wird. Wir müssen vor allem prüfen, ob die Quelle seriös ist.
 
So kann man Thomas aus weltlicher Perspektive sogar gut verstehen: Er wollte nicht sofort glauben, was er da hörte: Jesus sei auferstanden von den Toten!
 
Dass Jesus am Karfreitag am Kreuz gestorben war, daran gab es keinen Zweifel. Das hatten die römischen Soldaten überprüft, indem sie ihm einen Speer in die Seite stießen. Und sein Leichnam wurde danach in eine Gruft gelegt. Und nun soll er wieder, am dritten Tag danach lebendig sein? Das kann ja jeder behaupten, dachte sich Thomas.
Aber ist Jesus wirklich jeder? Thomas wollte den Beweis haben, Jesus sollte sich ihm zeigen, dann würde er es glauben, sonst nicht.
 
Und so geschah es dann.
Als er mit den anderen Jüngern in einem Raum war, trat Jesus mit seinem Auferstehungsleib, der die Fähigkeit hatte, durch verschlossene Türen zu gehen, vor ihn. Und fordert ihn auf, seine Hände in seine Wundmale zu legen und damit zu erkennen, dass er es ist, der da gekreuzigt worden war. Nachdem Thomas das gemacht hatte, konnte er glauben. Er hatte den Beweis erhalten, dass Jesus tatsächlich von den Toten auferstanden war.
 
„Mein Herr und mein Gott!“, konnte er dann aus voller Überzeugung sagen.
 
Weil aber der Herr Jesus wusste, dass dieser Beweis nicht jedem Menschen zur Verfügung stehen würde, erklärte er: „Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!“
 
Das gilt auch für uns heute. Auch wir leben erst im Glauben und noch nicht im Schauen! Sehen werden wir Jesus erst, wenn er wiederkommt, oder wir vorher gestorben sind.
 
Warum und wie können wir denn glauben?
Weil uns die Bibel doch ganz klar definiert was christlicher Glaube bedeutet:

Zum Weiterlesen: Lk 20,37; Joh 1,18; Röm 8,24; 2. Kor 4,18; 2. Kor 5,7; 1. Tim 6,15; 1. Joh 3,2
https://www.bibleserver.com/cross-reference/SLT/Hebr%C3%A4er11%2C1#verse-lukas20-2c37

Millionen Menschen vor uns haben das getan und es nicht bereut. So konnten sie getröstet leben und auch später selig in die Ewigkeit gehen. Denn da wurden sie bereits von Christus erwartet. Er ist der Sohn Gottes, von dem unser Schicksal abhängt. Ohne ihn kommt niemand zum Vater!

Dieser Glaube macht den christlichen Glauben einzigartig und unterscheidet ihn von allen anderen Weltreligionen. Und als seine Gemeinde bekennen wir an Ostern voll freudiger Zuversicht:

„Der Herr ist auferstanden – er ist wahrhaftig auferstanden!“

Euer
Volker Siegel

Frauenabend am 25. April 2026

Wir laden dich herzlich zu unserer Auszeit ein – einem besonderen Abend, an dem du durchatmen, auftanken und einfach du selbst sein darfst.

Wann:

Am 25. April 2026 ab 19:30 – 22:00 Uhr

Was dich erwartet:

  • Raum, um den Alltag hinter dir zu lassen und neue Energie zu gewinnen
  • Zeit für Begegnungen und gute Gespräche
  • kleine Köstlichkeiten zum Essen und Trinken
  • ein inspirierender christlicher Impuls, der Mut macht und Hoffnung schenkt

Diesmal mit

  • selbstgemacht Currywurst mit Baguette
  • Candybar

Die Anmeldung ist noch bis einschließlich Mittwoch 22.04. möglich.

Ob du alleine kommst oder mit Freundinnen – du bist willkommen!
Gönn dir eine Pause. Lass dich beschenken. Nimm dir eine Auszeit.

Hast du Anregungen oder Fragen, dann schreib uns eine E-Mail: frauenabend@gemeinschaft-kredenbach.de

Kredenbacher Kreuzweg

Komm mit auf den Schlunz-Mitmach-Osterpfad!

Entdecke im ganzen Dorf, was der Schlunz mit Ostern verbindet. Es warten spannende Stationen auf dich und deine Familie. Bei jeder Station gibt es eine Frage und ihr könnt die Antworten in das Gitterrätsel eintragen. Wir haben Handzettel oder ihr nutzt den Link hinter dem Qr Code für die Osterkreuz Website.

Mitmachen können übrigens alle, ob groß oder klein.

Ihr entscheidet, ob ihr den kurzen Weg oder lieber die lange Version erleben wollt. Auf welche Weise ihr den Weg beschreitet ist euch überlassen.

Viel Spaß!

Impuls für den Monat Februar

Während ich mir Gedanken über den Monatsvers für Februar mache, habe ich meinen Weihnachtsurlaub in Kredenbach noch lebendig vor Augen.
 
… du sollst dich freuen, über alles Gute, das der HERR, dein Gott, dir und deiner Familie gegeben hat…
 
Das wurde bei uns zwischen den Jahren sehr anschaulich: Mein Vater fotografiert seit den 50er-Jahren leidenschaftlich und bei uns stapeln sich unzählige Diakästen. Von Zeit zu Zeit bauen wir den alten Projektor auf und versinken in Nostalgie. Familienfeste und Urlaube, in denen wir Geschwister noch klein und süß waren, Menschen in voller Kraft, die heute nicht mehr unter uns sind, Jugendfreizeiten mit Volker Kaskel in Wilgersdorf, Lagerfeuer an denen Leute sitzen, deren Kinder heute älter sind als sie damals.

Nach dem letzten Dia-Abend wurde mir so richtig bewusst, welch eine schöne Kindheit und Jugendzeit wir hatten. Viele engagierte Chorleiter, CVJM- und Sonntagschulmitarbeiter haben dazu beigetragen. Und natürlich auch meine Eltern. Während sie beide ohne Vater aufgewachsen sind, konnten sie uns gemeinsam in Friedenszeiten ins Leben begleiten und sind immer noch zusammen.

Als Mose diese Aufforderung zur Freude an das Volk Israel weitergibt, liegt eine 40-jährige Wüstenwanderung hinter ihnen. Viele Kämpfe, Versagen und Verluste. Eine ganze Generation ist in der Wüste gestorben.

Jetzt stehen sie kurz vor dem Einzug in das versprochene Land. Mose wiederholt die Gebote, die Israel schon am Sinai 40 Jahre früher gegeben wurden. Israel war vorher eine gewachsene Großfamilie und wurde hier zu einem Volk mit Rechtsordnung. Sie waren Sklaven gewesen und kamen mit einer entsprechenden Mentalität aus Ägypten, hier bekamen sie Würde. Sie erhielten die Lagerordnung und eine zentrale Mitte: das Wüstenheiligtum mit dem Zelt der Begegnung . All dies sollte ihre Beziehung zu dem Gott Jahwe ordnen. Jetzt ergänzt Mose die Gebote durch Anweisungen für die Verteilung des Landes. Wir dürfen hier lesen, wie ein großer Mann, der für eine bestimmte Aufgabe von Gott berufen wurde, sein Erbe weitergibt, bevor er stirbt.

Mose zieht einen großen Bogen und sagt:

In einer Geschichte der vielen Kämpfe hebt Mose die Führung Gottes hervor. Er beschreibt, wie Gott auf die Hilferufe geantwortet hat, und betont den Segen, den Gott gegeben hat.

Wie schauen wir auf unser Leben?

Wenn ich meine Tagebücher anschaue, sehe ich da auch viele Kämpfe, Überforderung und Nöte. Aber es gibt auch so unendlich viele Segensspuren. Wie oft hat Gott meine Unzulänglichkeiten gebraucht, um doch noch sein Ziel zu erreichen. Und wie viele Geschenke habe ich völlig unverdient bekommen, ganz zu schweigen von dem Privileg, so viele Jahre in Frieden leben zu dürfen.

Freude wächst aus Dankbarkeit.
Dankbarkeit ist eine Entscheidung.
Manchmal muss man einfach innehalten und hinschauen: Das habe ich ja auch alles erlebt!

Bei Mose hat diese Freude jedoch nicht nur „privaten“ Charakter. Sie hat eine gesellschaftliche Dimension.

Denn eigentlich hat der Monatsvers noch einen zweiten Teil. Es heißt:

Die Leviten waren die Mitarbeiter im Gottesdienst der Gemeinde damals, quasi die Jungscharmitarbeiter und Hauskreisleiter von heute. Unsere Freude über das Erlebte soll also auch in der Gemeinschaft spürbar werden, damit sich andere mitfreuen können.
 
Was wäre, wenn wir uns gegenseitig (und unseren Leitern) erzählen, wofür wir dankbar sind?
 
Und dann die Erwähnung der Fremden. Einige Kapitel vorher betont Mose, dass Gott die Fremden liebt und für sie sorgt (5. Mose 10,18-19). Er macht klar, dass auch wir die Fremden lieben sollen. Wer weiß, ob wir nicht eines Tages selbst irgendwo Fremde sein werden.
 
Die Freude über das eigene Wohlergehen soll überschwappen in die Gesellschaft und sogar die Menschen erreichen, die uns (noch) Fremde sind.
 
Es ist eine Freude über Gott und sein Handeln, die das möglich macht.
 
Schon Nehemia hat nach Fertigstellung der Mauer zum Volk gesagt:

Eure
Almut Siebel

Baby- und Kinderbasar

Am Samstag, den 18. April 2026, lädt der CVJM Kredenbach herzlich zum Stöbern und Sparen ein.
Von 9:30 Uhr bis 12:00 Uhr erwartet euch eine große Auswahl rund ums Baby und Kind.
Schwangere mit gültigem Mutterpass dürfen mit einer Begleitperson bereits ab 9:00 Uhr in Ruhe einkaufen.

📍 Veranstaltungsort

Haus der evangelischen Gemeinschaft Kredenbach
Kredenbacherstraße 13
57223 Kreuztal

❗ Regeln während des Basars

In den Verkaufsraum dürfen nicht mitgenommen werden

  • Kinderwagen
  • große Handtaschen
  • Rucksäcke
  • Essen und Getränke

👕 Was wird verkauft?

  • Kinderkleidung bis Größe 170
  • Schuhe
  • Bücher
  • Spielzeug
  • Baby- und Kinderzubehör (z. B. Lätzchen)

Nicht verkauft werden: Große Artikel wie Hochstühle, Autositze oder Kinderwagen

🧺 Informationen für Verkäuferinnen und Verkäufer

Du möchtest gut erhaltene Baby- und Kindersachen verkaufen? Dann beachte bitte folgende Hinweise:

📝 Anmeldung & Abgabe

Anmeldeschluss ist der 4. April 2026.

  • Wunschnummern möglich 
  • Warenabgabe: Donnerstag, 16. April, zwischen 17:00 und 19:00 Uhr

  • Warenabholung: Samstag, 18. April, zwischen 17:00 und 19:00 Uhr
  • Abgabe in stabilen Behältern (Körbe, Kartons o. Ä.) am besten mit Deckel, maximal 4 Wäschekörbe oder 3 Ikea Samla 45 Liter Boxen (keine 65l)

  • Alle Behälter deutlich kennzeichnen mit Name und Verkäufernummer

  • Kleidung gewaschen, gefaltet und nach Größen vorsortiert (zwischen den Größen sollte zB. ein Papier zur Trennung angebracht sein) abgeben

👕 Was darf abgegeben werden?

  • Kinderkleidung bis Größe 170
  • Schuhe
  • Bücher
  • Spielzeug
  • Baby- und Kinderzubehör (z. B. Lätzchen)

Nicht verkauft werden:

  • Stofftiere (Ausnahme: neu)
  • Kriegsspielzeug
  • Defekte oder beschädigte Kleidung
  • Defektes oder unvollständiges Spielzeug
  • Große Artikel wie Hochstühle, Autositze oder Kinderwagen

🏷️ Auszeichnung der Artikel

Jeder Artikel muss mit einem gut befestigten Schildchen versehen sein.
Das Schildchen muss enthalten:

  • Preis
  • Verkäufernummer
  • Größe
  • optional: kurze Beschreibung (z. B. Hose, Kleid, Schlafanzug)

👉 Schildchen müssen so angebracht sein, dass sie nicht versehentlich abreißen können und müssen gut abgeschnitten werden können. Wenn das Schildchen verloren geht, kann die Ware nicht verkauft werden.
Keine Aufkleber auf Kleidung (bei Büchern und Spielzeug erlaubt, wenn es nicht anders möglich ist).

💶 Erlös & Spende

  • 15 % des Verkaufserlöses werden einbehalten
  • Der Betrag wird zu gleichen Teilen gespendet an: den CVJM Kredenbach und die evangelische Gemeinschaft Kredenbach

📌 Wichtige Bedingungen

Mit der Abgabe der Ware erklärst du dich mit folgenden Punkten einverstanden und bestätigst dies schriftlich bei der Abgabe:

  • Wir übernehmen keine Haftung bei Verlust oder Beschädigung.
  • Wir behalten uns vor, Artikel auszusortieren, die für den Verkauf nicht geeignet sind.
  • Nicht zur Abholzeit am Samstag abgeholte Ware wird gespendet.
    👉 Gespendete Kleidung geht an die Gemeinde Eibelshausen, die diese weiter in die Ukraine spendet.

🤝 Möchtest du uns helfen?

Ohne helfende Hände geht es nicht!
Wenn du Lust hast, uns beim Auf- und Abbau, Sortieren oder während des Basars zu unterstützen, melde dich per Mail: babybasar@cvjm-kredenbach.de

Es gibt folgende Aufgaben:

  • Aufbau und Sortieren am Freitag von ca. 9 bis 12 Uhr
  • Aufpassen und zwischendurch Aufräumen am Samstag ca. 8:45 bis 12 Uhr
  • Abbau und Zurücksortieren am Samstag ca. 12 bis 15 Uhr

🎁 Bonus für Helferinnen und Helfer:
Wenn du bei mindestens zwei Aufgaben hilfst, darfst du als Dankeschön bereits am Freitag von 17 bis 18 Uhr schon einmal in Ruhe stöbern.

📧 Rückfragen & Kontakt
Bei Fragen zum Basar, zur Anmeldung, zum Verkauf oder zum Helfen erreichst du uns per E-Mail unter:
babybasar@cvjm-kredenbach.de

Wir freuen uns über jede Unterstützung – und natürlich auf einen gelungenen Basar mit euch allen! 💛

Hier findet du unsere Datenschutzerklärung.

Impuls für den Monat Januar

Dieser Vers des Schma Jisrael, des wichtigsten Glaubensbekenntnisses des Judentums, stellt auch für uns Christen ein Zentralgut des Glaubens dar. Jesus selbst greift es nebst dem Gebot der Nächstenliebe aus dem umfassenden Gesetzeskatalog des mosaischen Bundes heraus und lässt den versucherischen Pharisäer und damit auch uns wissen, dass diese beiden Gebote, das der Gottes- und das der Nächstenliebe, die größten, bedeutendsten sind, daran das Gesetz selbst und die Propheten hängen (Mt 22,34–40).
Mit diesem Wissen wiegt die Bedeutung des vorliegenden Gebotes, das dieser Betrachtung zugrunde liegt, umso schwerer. Auch nennt Jesus das Gebot aus Deut 6,5 nicht nur das größte, sondern auch erste (Mt 22,38). Das Gebot der Gottesliebe zusammen mit der Nächstenliebe daher lediglich unter den Begriff des Doppelgebots der Liebe zu subsummieren, verkennt die Einzigartigkeit dieses bedeutenden Gebotes, das wohl wie kein anderes Fragen des rechten Handelns aufwirft.
 
Diese Fragen betreffen besonders einen Bereich. Kann das Gebot überhaupt umgesetzt werden, da ja von Liebe die Rede ist, die ihrer Natur nach kaum zu Gegenstand eines Sollens, eines Gebotes gemacht werden kann?
Die Frage steht dem einfältigen Tun dieses Gebotes entgegen und sollten daher einer Betrachtung unterzogen werden. So gut und richtig Fragen sein können, sind sie doch letztlich nichts anderes als eine Ausflucht, nicht ins Handeln kommen zu müssen.
 
Zur Beantwortung der Frage müssen Überlegungen über die Idee des Gebots gestellt werden. Was ist ein Gebot und wozu ist es da?
Es fällt auf, dass ein Sollen formuliert wird. Du, liebe! – ist das Gebot. Du sollst lieben.
Dieses Sollen, diese Aufforderung, zu handeln, kann nun in zweierlei Sinn vorliegen. Als hypothetischer oder als kategorischer Imperativ. Der hypothetische Imperativ begegnet besonders bei Wünschen, die an Bedingungen geknüpft sind: „Wenn du Klavier lernen willst, sollst/musst du üben.“
Ein kategorischer Imperativ gilt hingegen unbedingt, eben kategorisch: „Du sollst nicht morden“. Hier muss keine Bedingung genannt werden, unter der das Sollen gilt. Es darf auch keine solche Bedingung geben, denn dann gälte das Sollen nur bedingt und nicht absolut.
Im vorliegenden Vers gilt das Gebot der Liebe absolut, also kategorisch. Es wird keine Einschränkung für die Bundesgenossen, hier das Volk Israel, genannt, unter der dieses Gebot der Gottesliebe nicht gilt.
Da also das Gebot kategorisch gilt, muss die Liebe gegenüber Gott etwas sein, das auch tatsächlich umgesetzt werden kann. Denn was unbedingt gesollt wird, muss auch gekonnt werden. Sonst wäre die Idee des Sollens hinfällig. Hier wird die zugrundeliegende Frage nach der Möglichkeit der Umsetzung dieses Gebots direkt berührt.
Mann könnte sich ja vorstellen – und es liegt auch nahe –, dass ein Gebot, das die Liebe einfordert, gerade kein kategorisches, sondern ein bedingtes Gebot ist: „Wenn du Liebe gegenüber Gott aufbringen kannst, dann sollst du den HERRN, deinen Gott, lieben …“. Aber nein, Deut 6,5 ist klarerweise ein kategorisches Gebot. Es gilt nicht nur, wenn ich gute Gefühle habe oder wenn ich gerade glaube, Gott lieben zu können, sondern es gilt immer, in jeder Gefühlslage.
Dieser Umstand zeigt aber, wo das Problem, wo die Frage in diesem Gebot besonders liegt. Es ist nicht die Frage nach der Umsetzbarkeit entscheidend, sondern die Frage nach dem Begriff der Liebe. Was für eine Art von Liebe ist das, die hier im Vers zugrunde liegt? Was ist das für eine Liebe, die kategorisch durch ein Gebot eingefordert werden kann?
Läuft das nicht der gängigen Definition von Liebe gründlich zuwider?

Unter Liebe stellt man sich für gewöhnlich eine erstrebenswerte Gefühlsregung eigener Art vor, die sich auf Personen oder Dinge in einer wertschätzenden Art bezieht und die zu außerordentlichen Handlungen motivieren kann. So verstanden liegt der Konflikt mit dem Liebesgebot offen zu Tage. Natürlich kann man keine Gefühle einfach so heraufbeschwören, auf-diktiert bekommen oder haben sollen.
Aber genau das will der Vers, wenn der Begriff der Liebe so verstanden wird, wie eben beschrieben. Dann ist klar, dass die Forderung dieses kategorischen Imperativs geradezu absurd ist.

Doch das kann wohl kaum die Antwort auf die Frage nach der Umsetzbarkeit sein: Der Vers ist nicht umsetzbar, weil er Unmögliches fordert.
Nein, wir glauben, dass dieses Gebot einen klaren Sinn hat, den wir erfassen und auch umsetzen können. Die Antwort, den Vers für Blödsinn zu erklären, ist keine.
Was also lässt sich noch hinterfragen, um die Frage nach der Umsetzbarkeit dieses Verses konstruktiv zu beantworten? Die Definition von Liebe.

Freilich, Liebe, als reines Gefühl verstanden, führt bei der Beantwortung der Frage nach der Umsetzbarkeit dieses kategorischen Liebesgebots unzweifelhaft in das Problem, dass wir dieses Gefühl nicht auf Befehl erzeugen können und darum diesem kategorischen Sollen gar nicht nachkommen können.
Aber was wäre, wenn hier Liebe nicht (nur) als ein Gefühl zu verstehen ist? Was ist denn Liebe überhaupt?
Mit der Beantwortung der unausweichlichen Frage „Was ist Liebe?“ würde der Umfang dieser Andacht in unermessliche Größenordnungen ausarten, weshalb an dieser Stelle nur ein kleiner Versuch unternommen werden soll, Liebe als etwas zu definieren, was auch über das reine Gefühl hinausgeht. Zu diesem Unternehmen gibt der Vers selbst hilfreiche Stützen zur Seite. Mit Herz, Seele und Kraft soll geliebt werden. Das klingt nicht nur recht umfassend, sondern auch so, als seien Gefühle nicht das einzige, worauf es bei der Liebe ankommt.
Interessanterweise ist das Herz, das hier als erstes genannt wird, in seiner Bedeutung über die Jahrtausende mehr und mehr von seinem eigentlichen Sinn abgerückt. Das Herz, das heute für Gefühl pur steht, war damals, zur Zeit der Niederschrift des Gesetzes, der Inbegriff des inneren Menschen und speziell des Sitz des Verstandes und nicht des Gefühls.

Die Seele als zweites bezeichnet den Menschen als Wesen. Es meint das Leben als ganzes. Die Seele ist hier also als Inbegriff der menschlichen Existenz zu verstehen. Die Kraft als letztgenannte Größe meint hier das Vermögen, das sich auf die Tat richtet, aber auch die Kraft, in der Herz und Seele lieben sollen.
Diese Beobachtungen legen nahe, dass die Liebe im inneren wie im äußeren Menschen sichtbar werden soll, durch eine richtige Gesinnung und die richtige Tat.
Gerade wenn der Vers die Liebe nicht als Gefühl versteht, scheint es weitaus sinnvoller zu sein, die Liebe als eine Tat und Haltung zu verstehen, die durch eine dem Willen unterworfene Zuneigung gegenüber Gott motiviert ist. Dass auch Gefühle da sein können, ist natürlich möglich, aber der Hauptaugenmerk des Verses scheint darauf zu liegen, dass das Herz, also der innere Mensch kraft seines Willens sein ganzes Leben in Tat und Haltung auf Gott ausrichtet.
Dies ist, als Liebe verstanden, klarerweise etwas umsetzbares. Damit ist die Frage nach der Umsetzbarkeit dieses Verses beantwortet:

Wenn Liebe nicht primär als Gefühl, sondern als eine Willensentscheidung, sein Leben ganz und gar auf Gott auszurichten, verstanden wird, ist das Gebot, Gott zu lieben umsetzbar.

Für uns Christen bedeutet das vor allem, dass wir in der Liebe nicht immer einen Stolperdraht zum Gehorsam sehen. Allzu oft ist das mangelnde Gefühl die Erklärung für den Ungehorsam gegen das Gesetz Christi, dabei heißt Liebe nicht Gefühl, sondern bewusste Entscheidung für Gott. Was wäre das auch für eine Liebe, die erlischt, nur weil das Gefühl fehlt?
Liebe zu Gott mit ganzem Herzen, ganzer Seele und ganzer Kraft ist dann die willentliche Entscheidung, sein gesamtes Leben und seine Zukunft auf Gott auszurichten, innerlich wie äußerlich. Das sollen wir tun, unbedingt, kategorisch.

Euer
Justus Westermeier

Frauenabend am 31. Januar 2026

Wir laden dich herzlich zu unserer Auszeit ein – einem besonderen Abend, an dem du durchatmen, auftanken und einfach du selbst sein darfst.

Wann:

Am 31. Januar 2026 ab 19:30 – 22:00 Uhr

Was dich erwartet:

  • Raum, um den Alltag hinter dir zu lassen und neue Energie zu gewinnen
  • Zeit für Begegnungen und gute Gespräche
  • kleine Köstlichkeiten zum Essen und Trinken
  • ein inspirierender christlicher Impuls, der Mut macht und Hoffnung schenkt

Diesmal mit

  • leckerer Pizza
  • Candybar

Die Anmeldung ist noch bis einschließlich Mittwoch 28.01. möglich.

Ob du alleine kommst oder mit Freundinnen – du bist willkommen!
Gönn dir eine Pause. Lass dich beschenken. Nimm dir eine Auszeit.

Impuls für den Monat Dezember

Im letzten Monat habe ich immer wieder den Propheten Maleachi komplett gelesen, dabei ist mir aufgefallen, wie oft „der HERR Zebaoth“ oder „HERR der Heerscharen“ vorkommt. Gott als die Streitmacht!?

Worum geht es Gott hier?

ER kämpft um sein Volk, das seinen Gott nicht mehr will oder ernst nimmt und Ihm nicht mehr die Ehre und Anbetung zugesteht, die ER verdient. Um die Menschen seines Volkes, die betrügen, lügen und einfach tun, was sie wollen und nicht mehr nach Gott fragen.

Und immer wieder wie schon im ganzen Alten Testament sehen wir, wie Gott um sein Volk ringt. ER möchte, dass sie zu Ihm kommen, Buße tun und neu mit Gott anfangen. Aber ich höre auch die große Enttäuschung Gottes, es hört sich fast nach Aufgeben und Verzweifeln an. Ein Ringen Gottes um sein Volk, das Er doch von ganzem Herzen liebhat, und aus dem ja auch der versprochene Messias, der Retter, kommt.

So kündigt Maleachi das Kommen eines Boten am Anfang des 3. Kapitels an. Jesus zu Folge war das Johannes der Täufer:

 Johannes ist der, über den es in der Schrift heißt:

 In den folgenden Versen geht es aber dann auch um den großen Tag, das Wiederkommen Jesu, den Tag des Gerichts, aber auch der Hoffnung; das Böse wird besiegt und das Gute siegt. Israel wird wieder zu seinem Herrn finden, nachdem es Reinigung erfährt. Gott verspricht die Rettung und was Gott sagt, hält er gewiss:

Das gilt auch für uns heute, wie tröstlich: Ganz sicher hält er seine Versprechen, ER ist treu!

Und auch damals gab es Ausnahmen, es gab Menschen, die Gottes Namen gefürchtet haben, die also Gott ehren und Ihn ernst nehmen, und denen verspricht Gott:

 Und die nächste Verheißung ist dann der Monatsspruch:

Wenn ich diesen Vers lese, habe ich sofort Bilder von wunderschönen Sonnenaufgängen vor Augen. Bilder, die unsere Welt wunderbar erstrahlen lassen. Und so wie die Sonnenstrahlen die Erde erhellen, wird am Tag des Herrn die Gerechtigkeit überall erstrahlen. Diesen Begriff „Sonne der Gerechtigkeit“ gibt es nur an dieser Stelle der Bibel. Wie wunderbar wird das sein, wenn Gerechtigkeit herrscht.

 Und es wird Heilung unter seinen Flügeln oder Strahlen sein. Heil oder Heilung kann hier sowohl als Gesundheit wie auch als Wiederherstellung erklärt werden. Wie wunderbar ist es aber, dass wir schon heute diese Heilung und Wiederherstellung in Jesus erleben dürfen. ER will uns das heute schon durch Vergebung schenken. In 1. Johannes 1,9 steht:

Wie unglaublich, das dürfen wir schon heute erleben, nicht erst in ferner Zukunft an dem großen Tag. Nein, schon jetzt und hier in unserem Alltag.

Die seinen Namen fürchten – die Gott ehren und Ihn ernst nehmen. Es geht hier nicht um panische Angst vor Gott, sondern darum, dass ER in seiner ganzen Größe als Gott, HERR der Heerscharen, als liebender Vater anerkannt werden will. ER will unser Leben schon heute führen und unser Herr sein.

Und dann dürfen wir wie Kälber, die endlich aus dem Stall dürfen, hüpfen und uns freuen. Kennen wir das Bild noch? Wohl meistens nur aus Dokumentarfilmen. Aber diese unbeschwerte Freude, die wir auch bei Kindern sehen, wenn sie das erste Mal wieder im Schnee toben dürfen, und sich freuen, dass das kalte Nass da ist: So wunderbar ist es, wenn wir heil werden durch Gottes Vergebung und von aller Schuld gereinigt sind.

In der Adventszeit, in der wir uns nicht nur auf Weihnachten, sondern auf die Wiederkunft unseres Herrn vorbereiten und besinnen wollen, finde ich das eine wunderbare Zusage! Die Gott lieben werden strahlen wie die Sonne und unbeschwert in den neuen Tag gehen.

Frohe und gesegnete Adventstage!

Eure
Judith Klein

Impuls für den Monat November

Stell dir vor, du wirst dazu aufgefordert eine Andacht über den Propheten Hesekiel zu schreiben. Spürst du dieses Gefühl von leichter oder starker Überforderung?  Sofort hat man einen natürlichen Respekt, sich diesem alttestamentlichen Propheten mit seiner schwierigen Botschaft und einer starken Symbolsprache anzunähern.

Aber wusstest du, dass Hesekiel ca. 25 Jahre alt war, als er zusammen mit seiner Frau in die babylonische Gefangenschaft geführt wurde? Dass er ca. 30 Jahre alt war, als er seinen Dienst für Gott mit Visionen, Prophezeiungen, Gleichnissen, Zeichen und Symbolen begann? Dass er eine echt harte Aufgabe von Gott bekam? Dass er die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr nach Israel in seinem Volk zerstören musste? Dass sein Lebensthema Gottes Souveränität, Heiligkeit und dessen Zorn über Sünde war? (alle Informationen aus der Schlachter-Studienbibel)

Eigentlich erscheint Hesekiel als Person mit seinen persönlichen Herausforderungen und Aufgaben doch näher als gedacht. Sein Name bedeutet „von Gott gestärkt“, und so können Hesekiels Worte sowohl das Volk Israel als auch dich heute stärken. Ab Kapitel 34 wird Hesekiels Botschaft sehr trostreich und spricht von Gottes Gnade und Treue für das Volk Israel in der Zukunft und in der Endzeit. In Vers 16 spricht Gott davon, dass er alle Bedürfnisse seines Volkes stillen wird, dass er sein Volk nicht zu seinem Vorteil ausnutzen wird wie die religiösen und politischen Führer der damaligen Zeit.

Hesekiel hatte den Auftrag, über die Konsequenz der Sünde, nämlich Gottes Zorn und den menschlichen Tod, zu predigen. Die Erkenntnis dieser Botschaft kann heute für dich stärkend und tröstend sein. Nämlich dann, wenn sie dich mit Reue und Buße erfüllt und in Jesu Arme treibt. Ohne den Glauben an Jesus und seine Liebe und Vergebung bleibt Hesekiels Botschaft auch heute noch eine warnende Realität. Doch wie unendlich erfüllend ist an dieser Stelle die gute Nachricht des Evangeliums! Jesus sagt in Johannes 10 in den Versen 11 bis 16:

Jesus Christus ist für deine Schuld am Kreuz gestorben. ER hat sein Leben für dich eingesetzt. In ihm kannst du heute Vergebung und erfüllende Liebe finden. Wenn du heute auf seine Stimme hörst, wirst du der Herde des Hirten Jesus Christus hinzugefügt. Und dann kann dir auch die Prophezeiung aus Hesekiel 34,16 heute ins Herz sprechen. Ein alter Choraltext fasst diese Botschaft gut zusammen:

Eure,
Max und Lea Schüssler

Impuls für den Monat Oktober

Es wird Herbst, die Zeit vergeht und das Jahr scheint schon wieder fast vorbei. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber nach den Sommerferien sind wir ganz schön schnell wieder im Alltag angelangt. Jeder Tag ist gefüllt mit Aufgaben, Terminen und Verantwortlichkeiten und schneller vorbei, als alles erledigt ist. Als ich den Vers für den Monat Oktober gelesen habe, musste ich kurz innehalten. Jesus hat gesagt, dass Gottes Reich unter uns ist? Wo denn?

Dieser Vers im Lukasevangelium ist umrahmt den Bericht von der Heilung der zehn Aussätzigen sowie der Beschreibung des Tages des Menschensohnes. Jesus konnte heilen, er hatte übernatürliche Fähigkeiten, die auf das Reich Gottes hinwiesen. Die Pharisäer wollten wissen, wann denn das Reich Gottes kommt und Jesus antwortet darauf, dass man nicht sagen kann „hier“ oder „dort“, sondern dass es schon mitten unter uns ist (Lukas 17, 20f). Wie meint er das?

In Matthäus 7, 16a erinnert uns Jesus daran, dass man an den Früchten unseres Lebens erkennen kann, ob wir Gott folgen oder nicht. Das wird in Johannes 14, 20-23 noch weiter ausgeführt:

 Selbst die Jünger fragen sich, wie das wohl aussehen mag, aber Jesus antwortet sehr geduldig. Ihm ist es wichtig, dass alle seine Jünger verstehen, dass es auf die Liebe ankommt.

Wir haben in den letzten Wochen Andachten von John MacArthur zum Thema Liebe gelesen. Er beschreibt die Liebe als den zentralen Mittelpunkt des Glaubens.  Im Korintherbrief schreibt Paulus in Kapitel 13, 4-8 folgendes über die Liebe:

Liebe ist das, was in dieser Welt nicht selbstverständlich ist. Liebe ist die Eigenschaft, die im Miteinander auffällt und die oft in Erstaunen versetzt. Die Liebe ist Gottes Geschenk an uns und wir dürfen sie im Alltag an alle Menschen um uns herum weitergeben, seien es die Mitglieder unserer Familie, unsere Freunde, Kollegen oder die, die mir auf der Straße begegnen. Wenn wir den Menschen in Liebe begegnen, erfüllen wir Gottes Auftrag an uns und dürfen uns sicher sein, dass Gott in uns wohnt. In 1. Johannes 4,16 heißt es:

 Was für eine wunderbare Zusage. Gott bleibt in uns, wenn wir in ihm bleiben. Das bedeutet aber auch gleichzeitig, dass wir uns selbst dieser Liebe berauben, wenn wir nicht in der Liebe bleiben. Ohne die Liebe ist alles sinnlos und kalt. Dann macht nichts mehr Sinn.

Als Jesus gefragt wird, welches das höchste und größte Gebot sei, antwortet er folgendes: 

Nehmt diese Aufforderung mit in den Herbst, gebt Liebe weiter und seid damit ein Zeugnis seiner Liebe!


Herzliche Grüße,
eure
Katharina Siebel

Impuls für den Monat September

Ein Vers, der so kurz ist und gleichzeitig so kraftvoll, dass er uns in jeder Lebenslage begleiten kann.
Ein Vers, der wie ein Leuchtturm in der Dunkelheit steht.
Ein Vers, der wie ein Anker in stürmischen Zeiten wirkt.

Der Vers ist schlicht, klar und hat trotzdem eine solch tiefe Aussage. Er beschreibt eine ganz konkrete Zusage, die wir von unserem Gott jeden Tag neu annehmen dürfen.

Zuerst heißt es dort: Gott ist unsere „Zuflucht“.
Zuflucht – das ist ein Ort, an den man geht, wenn Gefahr droht. Ein sicherer Hafen, wenn das Meer tobt. Ein Ort, wo wir aufatmen und zur Ruhe kommen können.
Wir alle brauchen solche Orte. Und unser Gott lädt uns immer wieder herzlich ein, diesen Ort bei Ihm zu suchen. Er, der uns Schutz und Geborgenheit geben möchte.

 In der Luther-Übersetzung ist anstatt dem Wort „Zuflucht“ das Wort „Zuversicht“ gewählt worden.
Auch wenn sich damit der Schwerpunkt des Verses leicht verändert, drückt er aus, dass wir unser Vertrauen ganz und gar in Gott setzen können. Zuversicht ist in diesem Fall mehr als ein Optimismus, der uns sagt, dass schon alles gut werden könnte. Es ist ein tiefes Vertrauen, das nicht von den äußeren Umständen abhängig ist. In diesem Vers sagt die Zuversicht aus, dass Gott alles gut machen wird! Da gibt es kein „könnte“, „wollte“ oder „sollte“. In dieser tiefen Beziehung zu Gott ist die Zuversicht eine ganz und gar feststehende Aussage. Er macht, dass es gut wird.

Weiter im Vers heißt es „und unsere Stärke“. Wie schön ist es, wenn wir uns stark fühlen und wie viel besser ist es, dass wir das Versprechen haben, dass wir durch Gottes Kraft stark sind. Auch dazu finden wir eine absolute Aussage, die Paulus in 2. Korinther 12,9 schreibt.

Wer mit Gott seinen Weg bestreitet, braucht Kämpfe nicht aus eigener Kraft zu bestreiten. Er darf auf Gottes Kraft zählen und in dieser Gewissheit jedem Sturm trotzen. Dort, wo unsere Kraft aufhört, gibt Gott seine hinzu. Wenn wir diese Schwachheit bekennen, dürfen wir stauen und erkennen, was Gott mit seiner Kraft alles in uns und durch uns bewirken kann.

Der Vers endet mit der Aussage: „in Zeiten der Not schenkt er uns seine Hilfe mehr als genug“.

Auch in diesem Teil wird deutlich, dass wir damit rechnen sollen, dass Gott es gut machen wird. Je nach Übersetzung kommt deutlich hervor, dass das nicht nur für die zukünftigen Ereignisse gilt, sondern dass es auf den ganzen vergangenen beruht. Und dass er eben seine Kraft immer zur rechten Zeit gibt. Nicht im Voraus oder „provisorisch“. Nein, er gibt sie uns dann, wenn wir sie brauchen.

Psalm 46,2 sollte nicht nur ein schöner Vers unter Vielen sein. Er sollte ein Vers sein, der in unserem Denken und in unseren Herzen verankert ist. Ein Vers, der unsere Beziehung zu Gott stärkt und immer wieder sagt „Du bist nicht alleine – ich helfe dir“

Eure
Kristin und Linus Janecek

Impuls für den Monat August

Dieses Statement stammt von Paulus, der schon gegen Ende seiner Wirksamkeit und seines Lebens verhaftet wurde und in Caesarea Philippi am Hof des römischen Statthalters Festus befragt wird. Mit dabei sind der judäische König Agrippa und seine Frau Berenike. Paulus steht unter Druck: Einerseits wird er in Jerusalem abgelehnt und merkt, dass er eine Aufgabe in Rom, möglicherweise am Hof des Kaisers hat. Als römischer Bürger fordert er einen fairen Prozess in Rom.
Andererseits kann er den Ausgang nicht vorhersagen. Vor Gericht bist du wie auf hoher See…
Und doch erzählt er frei seine Geschichte, die Rede ist in Kapitel 26 überliefert, in welchen Situationen er Gottes Hilfe erlebt hatte, und gleich noch die Geschichte von Jesus und seiner Bedeutung dazu. Er ist ein Zeuge Gottes, an hoher Stelle.
Das ist so klar und beeindruckend, dass er Reaktionen hervorruft: Festus sagt:

 Agrippa andererseits lässt sich herausfordern:

Paulus schaffte es nicht, ihn zu überreden. Argumente allein zählen nicht, letztlich muss Gottes Geist selbst im Inneren eines Menschen arbeiten und ihn zur Einsicht, Aufgabe und Übergabe seines Lebens an Gott führen.


Paulus ging durch viele Stürme. Auch die Stürme, durch die wir gehen, mögen hart und sehr überraschend kommen. Auf diese Erfahrung würden wir gerne verzichten!

Aber Gott lässt Stürme nicht zu, um uns zu zerstören, sondern um uns beizustehen und uns einen Weg ans Ufer zu zeigen. So können Stürme uns reifen lassen und uns stärken. Sie können unser Denken und Urteilsvermögen, unsere Reaktionen und unser Handeln verändern. Krisen, so belastend sie sein mögen, können zu fruchtbaren Zeiten werden.
Die Prüfungen, die uns begegnen, und die Art, wie wir damit umgehen, können andere Menschen ermutigen. Paulus sagt: So stehe ich nun hier und bin sein Zeuge. Wie Paulus und wie wir unsere Krisen überwunden haben, und wie die Hilfe Gottes uns begegnet ist, kann ein beispielhaftes Zeugnis für andere in ähnlicher Lage sein.


Lasst uns Paulus nicht zu groß denken. Kein Zeugnis ist zu klein oder zu groß, um es zu teilen. Was ich selbst erlebt habe, und zum Beispiel in einem Gespräch oder im Rahmen der Offenen Kanzel im Gottesdienst teile, kann einem anderen besser helfen als irgendeine Profi-Weisheit.
Natürlich bevorzugen wir es, wenn uns Stürme erspart bleiben. Dann gibt es viel Grund, dankbar zu sein.

Du bist heute Morgen gesund aufgewacht und das Frühstück schmeckt? Danke, Gott. Genug Geld auf dem Konto? Halleluja, Gott. Du hast gute Freunde und eine Familie, die zu dir steht? Das ist überhaupt nicht selbstverständlich und ein wichtiger Grund, Gott zu danken. Du bist in Gottes Augen erlöst und befreit? Besser geht’s nicht, danke Jesus! Dankbarkeit in guten Zeiten kann dich stark machen für die schweren Zeiten.


Ob Schweres oder Gutes: Beides gehört zu unserem Leben. Wir können von Paulus lernen, Herausforderungen auch als Chance zu sehen. Mit Gottes Hilfe können auch schwierige Zeiten überwunden werden, und wir werden – manchmal unbewusst – zu Seinen Zeugen.
 
Es wünscht dir Gottes Segen und Begleitung
Christoph Blanke

Gemeindeausflug morgen (So. 6. Juli 2025) findet ab 11:00 Uhr im Vereinshaus Kredenbach statt

Hallo ihr Lieben,

wegen des angesagten schlechten Wetters werden wir zu unserem Gemeindeausflug ab 11:00 Uhr ins Vereinshaus in Kredenbach gehen.
Dort werden wir den ganzen Tag gemeinsam verbringen.

Für das Mittagessen dürft ihr gerne Salate und für das Kaffeetrinken Kuchen mitbringen.

Wir freuen uns auf die gemeinsame Zeit mit Dahlbruch und Müsen.

Liebe Grüße und bis morgen!

Euer
Gerd Klein

Impuls für den Monat Juli

Natürlich… „Sorgt euch um nichts.“ Das ist ja mal wieder typisch für einen Bibelvers. Wer kann denn bitte diesen Versen von Paulus gerecht werden? Sorgen sind doch menschlich und jeder Mensch macht sich Sorgen. Wie kann Paulus da nur sagen: „Sorgt euch um nichts.“ ?

Immer wieder kommen wir in die Versuchung, die Bibel wie einen Ratgeber zu lesen, der einzelne Verse wie neunmalkluge Weisheiten weitergibt. Auch der Monatsspruch für den Juli fällt darunter, denn wirklich in jeder Situation, in der sich jemand Sorgen macht, könnte „die Bibel“ danebenstehen, sich aufschlagen und dir zeigen: „Sorgt euch um nichts.“ Egal ob es um die Schule, die Arbeit oder die Uni, den sportlichen Erfolg, die Gesundheit oder sogar das Leben der Kinder geht. Die Bibel zu lesen heißt aber sie als Ganzes zu lesen und nicht nur einzelne Teile herauszunehmen.

Ich weiß von mir selbst, dass ich mir viele Sorgen mache und alle möglichen Szenarien im Kopf durchgedacht habe, die niemals Realität werden. Sorgen gehören wirklich zu unserem Alltag, und deshalb spricht der Vers ganz tief in unseren Alltag hinein. Paulus schreibt im Kapitel 4, dem Ende des Philipperbriefs, von Freude, Versöhnung und Dankbarkeit, und er wusste nur zu gut, dass wir Menschen diese Worte immer wieder brauchen. Er wusste aus eigener Erfahrung, wie es ist, sich Sorgen zu machen, sogar so intensiv, dass er selbst mit seinem Leben abgeschlossen hatte (2. Kor 1,8). Und doch schreibt er „sorgt euch um nichts“, weil er mit Sorgen umzugehen wusste.

Er hatte diese tiefe Gewissheit in sich, das Ziel sicher zu haben und nichts verlieren zu können. Alle Bedrängnis und alle Probleme ging er mit dem Wissen an, dass er Christus gehört, dass er Christus in sich trägt, und dass er bei Christus sein wird. Er wusste, dass wir deshalb nicht aufhören, uns Sorgen zu machen, doch er teilte mit, an wen er sich in solchen Situationen wenden muss und wie. Er wendet sich an denjenigen, der alles in seiner Hand hat. Gott steht weit über dem, was wir uns auch nur vorstellen können, und seine Allmacht ermöglicht wirklich alles! Doch gleichzeitig weiß Gott auch schon, was wir brauchen, bevor wir ihn bitten (Matthäus 6,8), sodass wir nicht große Worte finden müssen. Nein, Paulus sagt, wie es geht:

Bete zu Gott in deinen Sorgen und flehe ihn an, aber in Dankbarkeit für alles, was er dir schenkt. Mach dir bewusst, wofür du dankbar sein darfst, gerade in den Krisen, und Gott wird dein Gebet hören. Paulus spricht dir den Segen aus Vers 7 ebenfalls zu:

Er wünscht dir nicht, dass Christus deine Gesundheit bewahrt oder unser Umfeld, sondern unser Herz und unser Denken in Christus. Denn das ist es, worauf es ankommt: dass unser Herz Christus gehört und unser Denken von ihm voll ist. Ich wünsche euch einen Monat, der voll mit Christus in euren Herzen und eurem Denken ist. Einen Monat voll mit Dankbarkeit, die eure Sorgen durch Beten und Flehen vor Gott trägt.

Euer Jonathan Klein

Impuls für den Monat Juni

Apostelgeschichte 10 liest sich wie eine schöne Geschichte. Haben wir sie schon gehört? Selbst Kindern in der Sonntagschule habe ich sie erzählt. Nehmt euch die Zeit diesen Bibeltext noch einmal zu lesen!

Ein paar Sätze zum geschichtlichen Hintergrund. Herodes der Große hat die Stadt ausbauen lassen und sie zu Ehren Kaiser Augustus „Cäsarea – Kaiserstadt“ genannt. Im geschützten Hafen der Stadt am Mittelmeer ist die „italische Kohorte“ beheimatet, zu welcher Kornelius gehörte. Er war fromm und gottesfürchtig und lebte nach den jüdischen Regeln, mit Einhaltung der Gebetszeiten. Außerdem gab er viele Almosen und tat viel Gutes. Interessant finde ich die Erwähnung, dass er mit allen, die in seinem Haus lebten, an den Gott Israels glaubte.

Die Studien Bibel erklärt es so:

Während der Gebetszeit von Kornelius erscheint ihm ein Engel und sagt:

Wünschen wir uns nicht auch mal so klare Anweisungen von Gott? 
Zwischen Cäsarea und Joppe liegen ca. 50 km. Rund 9 Stunden könnten die Boten unterwegs gewesen sein. Wenn sie nachmittags losgezogen und am nächsten Morgen früh weitergewandert sind, konnten sie es bis zum Mittag geschafft haben.
Während dieser Zeit ist in Joppe, (heute Jaffa, bei Tel Aviv, am Mittelmeer), Simon Petrus zu seiner Gebetszeit auf das Dach seiner Unterkunft gestiegen. 
Mir ging durch den Kopf, wie schön es bei dem Gerber Simon gewesen sein könnte, dort, wo Petrus auf das Dach ging, um zu beten und um seine „Stille Zeit“ mit Gott zu haben. 
Ich denke sehr gerne an unsere Israelreise zurück. Die Natur, so ganz anders wie bei uns. Das muss eine wunderschöne Kulisse gewesen sein. 
Zurück zu Petrus. Petrus bekommt Hunger oder eher ein Hungergefühl. Kennt ihr das? Man ist unterwegs und plötzlich steigt ein Geruch in die Nase, z.B. vom Grillen … Habt ihr den Geruch von dem Grillgut nicht auch schon in der Nase gehabt? Wenn im Hause schon die Essensvorbereitungen laufen, waren da gewiss auch schon Gerüche vom Anbraten oder Dünsten, die nach oben stiegen.
 
Wie Gott diese Situation nutzt! Gott „stört“ diese „Stille Zeit“. Petrus sah ein großes Leinentuch, das an seinen vier Ecken zur Erde hinuntergelassen wurde. Im Tuch befanden sich Tiere aller Art – Vierfüßer, Reptilien und Vögel. Also auch Tiere, die nach den Speisevorschriften von 3. Mose 11 als unrein galten und daher nicht gegessen werden durften. Und Gott sagte: 

Petrus weigerte sich, da er die jüdischen Vorschriften sehr ernst nahm. Doch die Stimme wiederholte die Aufforderung. 
 
„Was Gott für rein erklärt hat, das behandle du nicht, als wäre es unrein.“ 
Und noch ein drittes Mal wurde Petrus zum Essen aufgefordert. Danach verschwand das Tuch so unvermittelt wieder im Himmel, wie es gekommen war. Vers 15 und 16 (NGÜ)
 
Die dreimalige Erwähnung ist ein Zeichen, wie wichtig diese Vision von Gott für Petrus ist. 
Wie geht es euch bei dem Gedanken: Dass, wenn wir Gott in der Stille begegnen wollen, er uns dann auch tatsächlich mit seiner Gegenwart überrascht? Rechnen wir überhaupt mit seiner Gegenwart? Petrus war ganz schön durcheinander. Er rätselte noch darüber, was die Erscheinung bedeuten sollte. Da klopfte es schon am Haustor.
Vom Heiligen Geist geleitet ging Petrus herunter vom Dach, um diese Männer zu begrüßen. Er hörte ihnen zu, was sie zu berichten hatten. Petrus bat sie herein und beherbergte sie. 
Da habe ich mich auch gewundert. Ohne Rücksprache mit Simon zu halten? Selbstverständlich wurden sie verköstigt und beherbergt. Ohne zu zögern machte sich Petrus mit den Boten von Kornelius am nächsten Tag auf den Weg. Auch einige Brüder aus Joppe gingen mit. Vom Gerber  Simon lesen wir nichts mehr. Ohne lange Pausen erreichten sie Cäsarea. Eigentlich konnte doch Kornelius gar nicht wissen, wann seine Leute wieder eintreffen würden. Aber, der Mensch denkt, Gott lenkt. 
 
Als Petrus durch das Hoftor trat, kam Kornelius ihm entgegen und warf sich ehrfurchtsvoll vor ihm nieder. Doch Petrus zog ihn wieder hoch.“ Steh auf“, sagte er. “Ich bin auch nur ein Mensch“. Und während er sich mit Kornelius unterhielt, betrat er das Haus. Überrascht sah er die vielen Leute, die sich dort zusammengefunden hatten. „Ihr wisst sicher“, sagte er zu ihnen, „dass es einem Juden nicht erlaubt ist, engeren Kontakt mit jemand zu haben, der zu einem anderen Volk gehört, oder ihn gar in seinem Haus zu besuchen. Aber Gott hat mir unmissverständlich klar gemacht, dass man keinen Menschen als unheilig oder unrein bezeichnen darf, nur weil er kein Jude ist.“ Darum habe ich mich nicht geweigert zu kommen, als ich geholt wurde. Und nun lasst mich wissen, aus welchem Grund ihr mich geholt habt! Kornelius erwiderte: „Vor drei Tagen hatte ich mich zur gleichen Zeit …..“ Vers 25 – 29 (NEÜ)
 
Gott hat Petrus gezeigt, dass man keinen Menschen unvorschriftsmäßig oder unrein nennen darf. Die Juden sind Gottes auserwähltes Volk. Dem Volk Israel hat er besondere Verheißungen und besondere Zusagen gegeben. Jesus Christus kam aus dem Volk Israel. Heiden sind die übrigen Menschen auf der Welt, die nicht zum Volk Israel gehören. Als Jude oder als Heide wird man geboren, aber nicht als Christ. Kornelius ist noch nicht dort, wo Gott ihn haben wollte. Gott möchte eine Veränderung in seinem Leben herbeiführen. Er soll zum Glauben an Jesus Christus kommen.
Deshalb ist Petrus der Einladung von Kornelius ohne Widerspruch gefolgt. Durch die Ausgießung des Heiligen Geistes auf Kornelius und seine Leute erkennt Petrus, dass Gott keine Unterschiede zwischen Juden und Heiden macht. 
Der Bibeltext hat mich ins Nachdenken gebracht: 
Bei meiner Essenszubereitung denke ich nicht wie ein frommer Jude über rein oder unrein nach. Meine „Speisevorschriften“ mache ich mir selbst. Auch begegne ich wenigen Menschen mit anderen Kulturen und anderen Lebensweisen. 
Was nehme ich mir denn von dem Bibelabschnitt für mein Leben nun mit? 
 
Ich stecke Menschen in meinem Umfeld, auch aus anderen Kulturkreisen, viel zu schnell in „Schubladen“. Ich möchte von Petrus lernen, meinen Mitmenschen mit mehr Respekt, Wertschätzung, Geduld und Liebe zu begegnen. 
 
Ich wünsche mir, dass dich dieser Impuls auch zum Nachdenken bringt und Gott dir einen „Augenöffner“ schenkt, um Menschen in deinem Umfeld mit Gottes Augen sehen zu können. 
 
Liebe Grüße
Birgit Klein 

Ladies Night im Freibad Müsen – auspowern & auftanken

Ein Abend voller Bewegung, Begegnung und neuer Energie! Tauche ein in eine besondere Atmosphäre am Strand im Müsener Freibad:

Wir starten sportlich mit einem aktiven Teil zum Auspowern auf der Liegewiese – ganz unkompliziert und für jedes Alter und Fitnesslevel. Danach gönnen wir uns Zeit zum Auftanken mit einem Entspannungsteil, einem kurzen Impuls und Raum für echte Begegnung.

Genieß den Sommerabend bei alkoholfreien Cocktails, Fingerfood vom Buffet und der Möglichkeit, im Wasser oder im Gespräch einfach abzutauchen.

Wann: 27.06.2025 19:30 Uhr (Einlass 19 Uhr)
Auch bei schlechterem Wetter findet der Abend statt. Falls wir wider Erwarten doch absagen müssen, findest du alle Infos hier.

WoFreibad Müsen

Mitbringen: Bequeme Kleidung, Matte oder Handtuch, ggf. Badesachen

Eintritt: frei

Rückfragen an: frauenabend@gemeinschaft-kredenbach.de

Wir freuen uns auf dich!

Impuls für den Monat Mai

Diese Worte aus dem Buch Joel sind erschütternd. Sie beschreiben eine Welt in tiefer Not: Die Felder sind verbrannt, das Wasser versiegt, sogar die Tiere schreien zu Gott. Es ist ein Bild totaler Zerstörung und Verzweiflung. Vielleicht fühlt sich das weit weg an, wie ein altes Szenario aus biblischen Zeiten. Doch bei näherem Hinsehen erkennen wir, dass diese Beschreibung erschreckend gut in unsere Zeit passt.

Wir leben in einer Welt, die sich zunehmend in Krisen befindet: Klimawandel, Kriege, Umweltkatastrophen und persönliche Lebenskrisen. Die Dürre, die Joel beschreibt, ist nicht nur eine physische Trockenheit, sondern auch ein Bild für das geistliche Leben. Manchmal fühlen wir uns innerlich ausgetrocknet, ohne Kraft und Perspektive. Was können wir in solchen Momenten tun?

Joel gibt eine klare Antwort: Er ruft zu Gott. Nicht aus einem höflichen, kontrollierten Gebet heraus, sondern in einem verzweifelten Schrei. „HERR, zu dir rufe ich!“ – deutlicher übersetzt: „HERR, zu dir schreie ich!“ Denn das ist kein leises Flüstern, sondern ein Ruf, der aus der Tiefe des Herzens kommt.

Bemerkenswert ist, dass Joel inmitten der Katastrophe nicht die Hoffnung verliert. Sein Schrei zu Gott ist kein Zeichen der Resignation, sondern des Glaubens. Er weiß, dass es keinen anderen gibt, der helfen kann. Diese Haltung der Abhängigkeit von Gott ist heute genauso aktuell wie damals.

In unserer Zeit fällt es uns oft schwer, unsere Hilflosigkeit vor Gott zuzugeben. Wir sind geprägt von Selbstständigkeit und dem Wunsch, alles selbst im Griff zu haben. Doch bei Joel sehen wir, dass echte Stärke darin liegt, unsere Schwäche zu erkennen und Gott um Hilfe anzuflehen.

Ein faszinierender Aspekt dieses Textes ist, dass nicht nur Joel zu Gott schreit. Auch die Tiere schreien, und die Schöpfung selbst klagt vor ihrem Schöpfer. Das erinnert uns daran, dass Gott nicht nur der Gott der Menschen ist, sondern der gesamten Schöpfung. Paulus greift dieses Bild im Römerbrief auf, wenn er schreibt:

Unsere Welt sehnt sich nach Erlösung, und wir haben die Verantwortung, als Verwalter dieser Schöpfung zu handeln. Die Umweltzerstörung, die Joel beschreibt, ist eine Mahnung, achtsam mit Gottes Schöpfung umzugehen. Aber sie ist auch ein Bild dafür, dass letztlich nur Gott Heilung, Erneuerung und Erlösung bringen kann.

Was uns Hoffnung gibt, ist die Zusage, dass Gott auf den Schrei seines Volkes hört. In Joel 2,25 verheißt er:

Gott ist ein Gott, der nicht nur sieht, sondern handelt. Er bringt Wiederherstellung, wo alles verloren scheint.

Das gilt nicht nur für die Schöpfung, sondern auch für unser persönliches Leben. Vielleicht erlebst du gerade eine Zeit der Dürre, in der du dich ausgelaugt und allein fühlst. Vielleicht siehst du keinen Weg aus einer schwierigen Situation. Der Schrei zu Gott ist kein Zeichen von Schwäche, sondern eine Brücke zu seiner Gegenwart und seiner Hilfe.

Lass uns diesen Monat nutzen, um wie Joel zu Gott zu schreien – für unsere persönliche Situation, aber auch für die Welt um uns herum. Lass uns daran glauben, dass Gott unsere Gebete hört und in seiner Zeit handelt. Vielleicht hilft dir ein ganz persönliches Gebet wie dieses:

Gott hört, wenn wir rufen – und er verspricht, dass er uns nicht alleine lässt. Sein Plan für uns und die Welt ist größer als jede Krise.

Euer
Michael Weber

Impuls für den Monat April

Wofür brennt dein Herz? Wofür kannst du dich begeistern?

Da gibt es viele Möglichkeiten: Auto, Beruf, Haus, Familie, Talente… Wofür kann ein Herz noch brennen?

Der Glaube an Jesus ist eine Herzensangelegenheit. Der Glaube kann in deinem Herzen wie ein Feuer brennen. Doch was passiert, wenn dieses Feuer keinen Nachschub mehr bekommt? Wenn dem Feuer die Luft zum Atmen genommen wird? Dann erlischt das Feuer und das Herz wird kalt. In so einer ähnlichen Situation stelle ich mir die Emmausjünger vor.

Wir schreiben Tag 3 nach der Kreuzigung von Jesus. In Jerusalem gab es auf der einen Seite sehr zufriedene Juden. Endlich war die Angelegenheit mit diesem Störenfried beendet. Er war tot, die Geschichte dieses Jesus beendet. Auf der anderen Seite gab es sehr traurige Juden. Die Jünger und viele andere Menschen hatten so sehr auf diesen Jesus gesetzt. Sie hatten sich so gewünscht, dass ihr Held ein Held für alle Juden werden würde. Jesus hatte viel von einem neuen Reich erzählt. Aber nicht alle hatten ihn auch wirklich verstanden. Sie sahen die weltliche Komponente, die Befreiung von den Römern. Und diejenigen, welche seine geistliche Lehre verstanden hatten – so z.B. seine Jünger – rätselten noch über das was geschehen war. Die Hoffnung vieler Menschen damals war durch die Ereignisse auf Golgatha für jeden sichtbar mit dem Tod final beendet worden. Mit dem Tod endet alles Irdische. Der Ofen war aus, das Feuer erloschen.

In dieser Situation machten sich auch zwei Jünger wieder auf den Weg nach Hause. Wieso auch noch länger in Jerusalem bleiben? Ihr Heimatort war Emmaus. Es ist heute nicht eindeutig feststellbar, wo genau dieser Ort gelegen hat. Es muss jedoch so nah gewesen sein, dass die Strecke an einem Tag zu Fuß zu schaffen war. In Lukas steht eine Distanz von zwei Wegstunden. Diese beiden Jünger sind also unterwegs und reden über die Ereignisse der letzten Tage, als sich ein Mann zu Ihnen gesellt und mit Ihnen geht. Sie kommen ins Gespräch über die schrecklichen Tage und Jesu Tod. Und der unbekannte dritte Mann redet mit Ihnen und erzählt aus der (damaligen) Bibel, angefangen bei Noah. Sie hören zu, und der Mann erzählt und erzählt und erzählt… Sie sind davon so gefesselt und fasziniert, dass Sie ihn schließlich zu sich nach Hause einladen. Und dann passiert es: „Da wurden Ihre Augen geöffnet und sie erkannten ihn“. Jesus gibt sich zu erkennen. Das löst bei Ihnen natürlich viel aus. Auf einmal steht wieder alles Kopf! Die Situation hat sich komplett verändert. Jesus lebt! Und sie erkennen, dass sie irgendwie schon eine Ahnung hatten. In Vers 32 steht:

Jesus entfacht das Feuer in Ihren Herzen neu. Das ist ein Bild, dass wir heute noch gut verstehen können. Das Wort Gottes ist wie Holzscheit und Sauerstoff für das Feuer im Ofen. Es hält das Feuer des Glaubens am Brennen. Und so öffnet das Lesen der Bibel immer wieder den Menschen das Herz, und sie können Jesus als ihren Retter und Heiland annehmen. Nur wenn wir für die Sache unseres Herrn Jesu brennen, strahlen wir Wärme und Licht ab und können anderen ein Wegweiser sein. Nur dann sind wir sichtbar und werden als Jünger in der Welt von heute wahrgenommen. Wie sonst sollen die Menschen um uns von Jesus erfahren? Wie soll unser Ort von Jesus erfahren? Das ist ein Auftrag! Und noch etwas können wir mitnehmen: Wenn wir Fragen zum Glauben haben, sollten wir die Antworten bei Jesus suchen. Er öffnete den beiden Emmausjüngern das Wort der Schrift, obwohl sie es sicherlich auch schon vorher kannten. Die Beiden hatten sicherlich viele Fragen auf dem Weg zu besprechen, aber wahrscheinlich keine Antworten. Aber Jesus kommt und hilft. Heute ist das nicht anders. Auch wenn Jesus nicht neben uns wandert und als physische Person mit uns redet, ist er dennoch immer bei uns. Wenn wir also Fragen zum Glauben haben ist es gut, wenn wir uns einen Dritten suchen, der uns hilft unsere Fragen zu beantworten. Das kann bei uns in der Gemeinde sein oder im Gebet zu Hause. Dazu kommt mir ein Lied in den Sinn „Jesus is the answer for the world today. Above Him there’s no other, Jesus is the way.“ Also: Jesus ist die Antwort… Jesus ist der Weg.

Lasst uns für Jesus brennen, die Bibel lesen und Jesus die Gelegenheit geben, sie zu öffnen und in unser Leben zu sprechen; und lasst uns für andere ein Wegweiser zu Gott hin sein.

Euer
Johannes Müller