Impuls für den Monat Dezember

Liebe Freunde und Besucher der Ev. Gemeinschaft Kredenbach,

was für ein tolles Bild, oder? Und das in einer Zeit mit so vielen Kriegen. Uns beschäftigt am meisten der Krieg in der Ukraine, weil er unser alltägliches Leben betrifft und auch am ehesten Deutschland treffen kann. Wie schön wäre es, wenn Regierungschefs wie Putin, Selenskyj, Biden, Xi Jinping und Scholz friedlich zusammensitzen und reden könnten. Wenn keine Hasspakete geschnürt würden – keine Machtkämpfe ausgetragen werden, keine Unschuldigen ausgebombt werden, keine Landteile mit Gewalt entrissen werden – sondern ein friedliches Miteinander möglich wäre.

Warum lässt Gott das zu? Diese Frage kommt immer wieder auf. Es ist der freie Wille, den Gott uns Menschen gegeben hat. Und manche steigern sich so sehr in ihren eigenen Willen – ihr Wollen hinein,  dass ihnen alle anderen egal sind. Oft kommen Personen wie Putin mir vor wie kleine Kinder, die etwas unter allen Umständen haben wollen.  Kindern wird meistens Einhalt geboten – und Erwachsenen? Wer sagt diesen, dass es jetzt reicht? Gott sendet viele Zeichen, aber erkennen wir sie, oder übersehen wir sie großzügig?

In den Versen vor dem angegebenen Text wird Jesu Ankunft beschrieben: Von einem Wurzelspross, der aus einem toten Baumstamm wächst, ist die Rede. Aber müsste jetzt, da Jesus bereits auf die Erde gekommen ist, nicht schon alles gut sein? Überall diese paradiesischen Zustände herrschen?

In diesen Versen wird uns versichert, dass Gott uns nicht vergessen hat, sondern dass es Hoffnung gibt. Eine Hoffnung, die wir gerade jetzt in der Adventszeit immer wieder aufgreifen, da wir ja nicht nur auf das diesjährige Weihnachtsfest warten. Sondern auch und zurecht auf die Wiederkunft Jesu, wenn sich die Worte Jesajas erfüllen werden. Erst dann können wir diese paradiesischen Zustände erwarten. Bis dahin verlassen wir uns auf die Zusage Gottes, dass er uns so sehr liebt, dass er seinen einzigen Sohn gesandt hat, damit alle, die an ihn glauben nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben (Joh. 3,16).

Ich wünsche Euch allen eine hoffnungsvolle und friedliche Adventszeit.

Eure
Nadine Scheffe

Allianzgebetswoche 2023

Allianz­gebets­woche 2023 im mittleren Ferndorf­tal

Links und Infos

So. 08.01.

10 Uhr
Kirche Müsen

Hauptstraße 84, Müsen

Kinderbetreuung:

– Kindergottesdienst / Sonntagschule für Kinder ab 3 Jahre in der Evangelischen Gemeinschaft Müsen

Mo. 09.01.

keine Übertragung

19:30 Uhr
Evangelische Gemeinschaft Müsen

Kindelsbergstraße 6, Müsen

Di. 10.01.

19:30 Uhr
Evangelische Gemeinschaft Dahlbruch

Hillnhütter Str. 78, Dahlbruch

Mi. 11.01.

19:30 Uhr
Evangelische Gemeinschaft Dahlbruch

Hillnhütter Str. 78, Dahlbruch

Do. 12.01.

keine Übertragung

19:30 Uhr
Gemeindezentrum Kredenbach

Eckertswehr 23, Kredenbach

Fr. 13.01.

19:30 Uhr
Gemeindezentrum Dahlbruch

Ernst-August-Platz 3, Dahlbruch

Sa. 14.01.

keine Übertragung

9 Uhr
Evangelische Gemeinschaft Kredenbach

Kredenbacher Str. 13, Kredenbach

Anmeldung bis Mi. 11.01. (siehe weiter unten)

So. 15.01.

10 Uhr
Evangelische Gemeinschaft Kredenbach

Kredenbacher Str. 13, Kredenbach

Kinderbetreuung:

– Kindergottesdienst / Sonntagschule für Kinder ab 3 Jahre

– Eltern-Kind-Raum für Kinder unter 3 Jahre

Plakat

Die Infos zur Allianzgebetswoche 2023 kannst du diesem Plakat entnehmen:

Anmeldung zum Gebets­frühstück

Herzliche Einladung zum Gebetsfrühstück im Rahmen der Allianzgebetswoche am Samstag, 14.01.2023 um 9:00 Uhr in der Evangelischen Gemeinschaft Kredenbach. Eine Amledung ist bis Mi. 11.01.2023 möglich.

* Pflichtfeld

Impuls für den Monat November

Liebe Geschwister,

unser Monatsspruch aus Jesaja 5 ist Teil des sogenannten Weinbergliedes, in dem Jesaja dem Volk Israel seine sittliche und moralische Verkommenheit vor Augen halten muss. Damit verbunden sind die Wehrufe und Gerichtssprüche Gottes als Aufruf zur Buße und die Ankündigung der Konsequenzen, falls das nicht geschieht. 
In den Versen 1-3 von Jesaja 5 berichtet uns die Bibel von dem unfruchtbaren Weinberg.
Dieser Weinberg lag auf einem eigentlich fruchtbaren Hügel. Der Besitzer des Weinberges grub ihn um, säuberte ihn von Steinen und bepflanzte ihn mit edlen Reben. In der Mitte baute er einen Turm und hieb eine Kelter darin aus. Er hoffte auf gute Trauben, denn er hatte ja eine Edelrebe gepflanzt.
Aber, er trug schlechte Trauben.
Der Weinberg: Ein Bild für Israel. Die Edelrebe: Ein Bild für die Männer von Juda. Der Weinbergbesitzer ist Gott.

Jahrhundertelang hoffte der Weinbergbesitzer auf gute Trauben.
„Kehrt um, ändert euer Verhalten, haltet meine Gesetze, sonst…“
Irgendwann reißt ihm der Geduldsfaden. Die Umzäunung und die Mauern werden eingerissen. Wilde Tiere weiden den Weinberg ab und zum Schluss wird er zertreten.
All das hat sich auf schreckliche Weise erfüllt. Gott hatte es angekündigt:

Ich bewundere immer wieder die Langmut unseres wunderbaren Gottes. Von der Verkündigung durch Jesaja bis zur vollständigen Brachlegung des Weinberges Israel im ersten Jahrhundert nach Christus vergehen fast siebenhundert Jahre.
Alle moralischen Unterschiede wurden auf den Kopf gestellt. Die Israeliten wussten durch Mose, was Gut und Böse, Finsternis und Licht, Bitteres und Süßes war. Sie hatten die Gebrauchsanweisung, um ein vor Gott gerechtes Leben führen zu können. Gott hatte sich Ihnen durch unbeschreibliche Wunder und Zeichen immer wieder mitgeteilt. Siebenhundert Jahre sandte er seine Knechte in den Weinberg, und zuletzt seinen Sohn. Den brachten sie um.
Alles vergebens, könnte man meinen. Was für ein Drama!

Ja – es ist ein Dilemma mit uns Menschen. Seit Adam und Eva die verbotene Frucht vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse aßen, ist es um uns Menschen geschehen. Wir besitzen das tödliche Gen, das allem Göttlichen widerstrebt. Es ist uns angeboren.
„Ich brauche keinen Gott, der mir sagt was ich zu tun und zu lassen habe. Ich habe meine eigene Wahrheit.“

Wie sieht es heute, zweitausendsiebenhundert Jahre nach Jesaja aus?
Seit Golgatha ist Zeitalter der Gemeinde. Gott hat sich, wenn ich das mal so frei formulieren darf, einen weiteren Weinberg zugelegt. Er trägt den Namen „Welt“. Ein riesiger Weinberg mit vielen Parzellen („Völker“) und überall wird dieselbe Edelrebe angebaut. Die Rebsorte „Gemeinde“.
Gott hat seinem Sohn, den er nach der Ermordung im Weinberg „Israel“ wieder hat auferstehen lassen, diesen Weinberg gegeben. Jesus Christus ist der Besitzer.
Und in diesen riesigen Weinberg sendet Jesus seit zweitausend Jahren seine Mitarbeiter, die „Christen“ genannt werden, um den Ertrag zu steigern.
Einstellungsvoraussetzung für die Mitarbeiter ist absolute Loyalität zum Besitzer des Weinberges.

Werfen wir mal einen kurzen Blick auf den Bereich des Weinberges, in dem wir uns befinden und in dem wir, die wir an Jesus gläubig sind, unsere Arbeit verrichten. Auf Deutschland.
Wenn man es so betrachtet, dann ähnelt er im Großen und Ganzen dem Weinberg Israel.
Die Bewohner wissen, dass es einen Gott gibt. Dass sein Sohn in die Welt kam. Unser Land wurde in besonderer Weise mit dem Evangelium gesegnet. Es gibt ein Weihnachtsfest, es gibt Karfreitag, Ostern und Pfingsten. Und jeder weiß von dem Buch, in dem der Wille Gottes niedergeschrieben ist. Das ganze Land ist vollgestopft mit Kirchen und Kathedralen.
Aber wen interessiert das?

Der moralische Abstieg in unserer Zeit ist bedrückend. Wir leben in einem Land, in dem das Grundgesetz auf dem Fundament des Wortes Gottes fußte. Wir leben in einer Gesellschaft, die sich mittlerweile gegen fast alles Göttliche stellt.
Von oben herab werden durch antichristliche Mächte Dinge für gut befunden und per Gesetz durchgedrückt, die in Gottes Wort ganz klar als Böse dargestellt werden. Gender Ideologie, die immer weitergehende Legalisierung von Abtreibung und neuerdings auch von assistiertem Selbstmord (Sterbehilfe). Kreuze werden aus Schulen und öffentlichen Gebäuden verbannt.
Viele Regierungsmitglieder legen keinen Amtseid mehr auf die Bibel ab.
„So wahr mir Gott helfe.“ Wir brauchen keinen Gott! Sie spucken dem Mann am Kreuz ins Gesicht.

Bleibt die Frage zu klären, wie wir uns als Mitarbeiter in einem Weinberg zu positionieren haben, der von einem solch antichristlichen Klima verfinstert wird?
Die Antwort ist ganz einfach: Arbeiten! Wer Mitarbeiter im Weinberg Jesu Christi ist, kennt die Arbeitsbedingungen. Persönliche Schutzausrüstung aus Epheser 6 anlegen und los geht es.
Die Edelrebe “Gemeinde“ muss gepflegt werden. Sie muss gegossen werden mit dem Wort Gottes. Die Gießkannen müssen mit der absoluten Wahrheit des Wortes Gottes gefüllt sein und wehe dem der meint, er müsse irgendein weltliches Tröpfchen Gift hinzu mischen.
Die Mitarbeiter müssen von der göttlichen Wahrheit erfüllt sein. Nur dann kann der Besitzer die Mitarbeiter durch sein herrliches Licht anstrahlen, damit das Licht widergespiegelt wird in den von Finsternis geprägten Weinberg. Die Edelrebe braucht dieses lebensspendende Licht. Darüber hinaus wird Licht auf den einen oder anderen Fleck im Weinberg fallen, damit noch Trauben gefunden und in die Rebe eingepfropft werden können.

Gott lässt uns in seinem Wort nicht im Unklaren darüber, dass die Edelrebe „Gemeinde“ bald abgeerntet wird. Noch ist Gnadenzeit. Zeit zur Umkehr. Zeit um in die Edelrebe eingepfropft zu werden. Jeder kann kommen.  
Danach wird sich Gott wieder ganz dem Weinberg „Israel“ zuwenden.
Die Bepflanzungs-Arbeiten in dem brachliegenden Weinberg aus Jesaja 5 sind bereits in vollem Gange.

Beten wir also:

  • für uns, die wir seine Mitarbeiter sind, dass uns Jesus immer mehr Weisheit schenkt, die Arbeit in seinem Weinberg nach seinem Willen zu tun, und dass wir wachsam bleiben um alles, was uns an antichristlichem Geist um die Ohren weht zu erkennen.
  • um Weisheit für die gläubigen Eltern, dass sie ihren Kindern in einer sittlich und moralisch verkommenen Welt Jesus groß machen.
  • für unsere Kinder.
  • für unser Land.

Gott kommt zum Ziel! Ihm sei Lob, Ehr und Preis!

Euer
Heinz van Vorst

 

Impuls für den Monat Oktober

Das ist das Lied der Überwinder, die in all dem Leid inmitten der Endzeit den Sieg behalten haben über das „Tier“. Diese sangen das Lied des Mose, des Knechtes Gottes, und das Lied des Lammes.
Loben und Singen im Kontext von Leid. Können wir das? Sind wir dazu in der Lage?

Wenn ich an eigene leidvolle Zeiten zurückdenke, da muss ich gestehen, dass mir das Lob im Hals stecken geblieben ist. Lag es an mangelndem Gottvertrauen? War das Leid zu groß?
Ich denke mein Fehler lag darin, dass mein Blick zu sehr auf das Leid, die Schwierigkeiten gerichtet war und nicht auf Gott. Nur Jesus kann uns in solchen Zeiten die Kraft schenken, Ihn trotz allem zu loben. Im Nachhinein kann ich sagen, dass Jesus mich nicht allein gelassen hat. ER hat mir immer wieder liebe Menschen an die Seite gestellt, die für mich da waren, mir geholfen haben. Auch wenn ich Seine Wege oft nicht verstehen kann, so möchte ich daran festhalten, dass Seine Wege gerecht und wahrhaftig sind. So wie es in Jesaja 8, 8+9 steht:

Erst im Nachhinein kann ich die Aussage von „Spuren im Sand“ bestätigen, ER hat mich getragen. Und dafür bin ich unendlich dankbar. Ich möchte wieder neu lernen, meinen Blick immer wieder auf Jesus zu richten, Ihn in den Mittelpunkt zu stellen, und nicht die Sorgen und Ängste. Im Alltag möchte ich mir wieder bewusster machen, auch die kleinen Dinge wahrzunehmen und dankbarer durchs Leben zu gehen, und das wünsche ich auch Euch.

Abschließen möchte ich mit dem Gedicht „Spuren im Sand“ von Margaret Fishback Powers:

SPUREN IM SAND

Eines Nachts hatte ich einen Traum:
Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn.
Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten,
Streiflichtern gleich, Bilder aus meinem Leben.
Und jedes Mal sah ich zwei Fußspuren im Sand,
meine eigene und die meines Herrn.

Als das letzte Bild an meinen Augen vorübergezogen
war, blickte ich zurück. Ich erschrak, als ich entdeckte,
dass an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur
zu sehen war. Und das waren gerade die schwersten
Zeiten meines Lebens.

Besorgt fragte ich den Herrn:
„Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen, da hast du
mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein.

Aber jetzt entdecke ich, dass in den schwersten Zeiten
meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am meisten brauchte?“
Da antwortete er:

„Mein liebes Kind, ich liebe dich und werde dich nie
allein lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.
Dort wo du nur eine Spur gesehen hast,
da habe ich dich getragen.“                           

Eure
Tanja Schäfer

Impuls für den Monat September

Liebe Freunde und Besucher der Ev. Gemeinschaft Kredenbach,

wie wahr, klingt gut, möchte man sagen, und doch ist es eine eher ungewöhnliche Wortwahl und Aussage, die uns in dem aktuellen Vers des Monats begegnet. Daher möchte ich ihn in den Zusammenhang stellen:

Weisheit ist also ein Geschenk, mit dem Gott als Schöpfer eigentlich ziemlich großzügig umgeht. Er wünscht sich, dass sie wirken kann, und unser Leben und insbesondere unsere Beziehung zu Gott beeinflusst. Weisheit ist also nicht unbedingt das Sammelsurium an Wissen und intellektuellen Fähigkeiten, dass ich mir mühsam im Laufe meines Lebens ansammle. Was ich mir erarbeite, kann auch Klugheit sein, oder Gerissenheit, oder Schlagfertigkeit. Selbst die größten humanistischen Errungenschaften des Denkens in der griechischen Philosophie, dem wörtlich „Lieben der Weisheit“, werden von Paulus kritisch gesehen:

Jesus Ben Sirach (190 v. Chr.) wie auch Paulus verstehen als die höchste Weisheit, die uns prägen kann, also die von Gott geschenkte Weisheit. Paulus gibt ihr einen konkreten Namen: Christus.

Jesus Christus zu erkennen, ist also einerseits das Geschenk Gottes, das uns andererseits aber auch weise macht. Denn es rückt viele Dinge in unserem Leben zurecht, hilft uns, anderen und uns selbst gegenüber zu vergeben und barmherzig zu sein, relativiert die Wichtigkeit von vielem, was sich als unverzichtbar darstellt. Er macht uns selig, gibt es Größeres? Eine tolle Erfahrung in unserem Leben wird aber auch sein, dass wir zunehmend den Herrn, unseren Schöpfer lieben! Das kann schlecht erklärt werden; Das kann eigentlich nur erlebt werden.

Gott lieben, das ist die allerschönste Weisheit.

Denjenigen ohne diese Erfahrung mag das absurd erscheinen. Weisheit hat keine besonders große Attraktivität. Was kann ich mir schon dafür kaufen? Schon Salomo schrieb:

Wie jeder andere wünsche ich mir genügend Klugheit, um im Leben zurechtzukommen. Wenn die Haare grau werden, auch ein wenig Weisheit. Jesus ist aber viel mehr! Es bleibt dabei: Das Angebot Gottes, ihn zu erkennen, ihm zu gehorchen, das ewige Leben geschenkt zu bekommen, das gilt jedem. Um das bekannt zu machen, feiern wir aktuell Jesus Christus 2022 in Kreuztal, laden ein und beten. Die Tür ist offen. Die Weisheit ruft!

Euer
Christoph Blanke

Alpha-Kurs 13.09.-01.11.2022 jeden Dienstagabend im Vereinshaus

Nach der Evangelisation Jesus Christus 2022 werden wir in der Evangelischen Gemeinschaft Kredenbach einen Alpha Kurs anbieten. Dies ist ein Glaubens(grund)kurs für alle, die mehr über Jesus und die Fundamente des christlichen Glaubens erfahren wollen.

Wann?

vom 13.09.2022 bis 01.11.2022 immer dienstags 19:30 – 21:00 Uhr


Wo?

Im Vereinshaus in Kredenbach


Anmeldung?

Es ist keine Anmeldung nötig 🙂

 

Impuls für den Monat August

Können wir uns vorstellen, wie Bäume jubeln? Wie sie Gott Loblieder singen und begeistert sind von unserem großen Gott? Können wir noch jubeln? Sind wir begeistert von Gott, erwarten wir sein Kommen?

Die Situation in 1.Chronik 16 hat mich ganz neu fasziniert. Nachdem die Bundeslade lange in der Hand der Feinde war, ist sie nun endlich zurück in dem Besitz der Israelis. Erst beim zweiten Anlauf ordnet König David den korrekten Umgang mit der Bundeslade an. Dem Zeichen das Gott unter seinem Volk wohnt. König David lässt ein Zelt aufstellen, wählt Priester aus, die die Bundeslade tragen, und geht selbst im schlichten Gewand nebenher. Er gibt Brot, Fleisch und Rosinenbrot an alle Männer und Frauen. Alle sollen mitfeiern.
Er sucht: Priester für die Opfer-Zeremonie, Männer die die Lade bewachen, Musiker werden beauftragt, die Asaf-Brüder. Alles ist bereit und David kann seine Freude nur in einen wunderschönen Psalm (Lied) verwandeln (1. Chronik 16, 7-36).

Vers 33 spricht von den Bäumen, die jubeln: Wenn ich hier in meiner Wahlheimat durch die wunderbaren Wälder gehe, die Blätter im Wind rauschen, dann kann ich mir das als Jubel der Bäume gut vorstellen. Und der Herr kommt wieder, er wird richten als der gerechte Richter. Wie wird das wohl werden? Der nächste Vers ist: Wie trockenes Land sich nach erlösendem Regen sehnt, so sehne ich mich nach Gott; ich möchte seine Wunder aufsaugen, wie ein trockener Schwamm, weil das Leben dann Farbe bekommt. Aber, ob ich Gott jemals richtig zu Gesicht bekomme? Ich kann kein Bild von ihm bei mir tragen, um es denen zu zeigen, die fragen: Sag mal, wo ist er denn, dein Gott? Wie sieht er aus?

Der nächste Vers ist: Danket dem Herrn, denn er ist freundlich und seine Güte währet ewiglich.
Ich denke, das gibt uns die Antwort: Auch als Richter ist er freundlich und gütig, er vergibt. Dank unseres Herrn Jesus können wir uns auf sein Wiederkommen freuen. Lasst uns unseren wunderbaren Herrn und Gott zusammen mit seiner Schöpfung loben und preisen.

Dem Herrn befohlen, eure
Judith Klein

Jesus Christus 2022

Evangelisation: Wie kann ich glauben, wenn ...

mit Markus Wäsch

Vom 04.09.-11.09.22 findet eine Evangelisation der Kreuztaler Gemeinschaften (und Dahlbruch) mit Markus Wäsch statt. Sie wird von der Evangelischen Gemeinschaft Osthelden in einige Gemeinden übertragen – unter anderm auch zu uns nach Kredenbach 🎉. Jeder ist herzlich eingeladen zu uns nach Kredenbach zu kommen, nach Osthelden zu fahren oder jemanden zu sich nach Hause einzuladen und den Livestream von zuhause auch zu schauen.

Hier findest du einige Vorträge, die Dir persönlich bei der Vorbereitung auf die Evangelisation helfen können.

Predigten zur Vorbereitung aus der Evangelischen Gemeinschaft Osthelden

Daniel Müller aus der Gemeinschaft Osthelden hat in zwei Predigten alle 8 Einheiten der Evangelisation zusammengefasst.

Teil I

Die Themen von So. 4.9. - Mi. 7.9.

Teil II

Die Themen von Do. 8.9. - So. 11.9.

Aufzeichnungen aus anderen Gemeinden

Markus Wäsch hat die selbe Evangelisationsreihe auch schon in anderen Gemeinden gehalten. Wenn Du schon vorher einmal reinschauen / reinhören willst, was (bestimmt in angepasster Weise) an den einzelnen Abenden auf Dich zukommt, dann siehe die Links unten zu Aufzeichnungen der EFK Bonn und CG Frankenthal auf YouTube.

So. 4.9.

... die Christen mich enttäuscht haben?

Mo. 5.9.

... ich meinen Verstand nicht abgeben will?

Di. 6.9.

... wenn Gott meine Gebete nicht erhört?

Mi. 7.9.

... wenn der Gott des Alten Testaments so grausam ist?

Do. 8.9.

... die Bibel voller Widersprüche ist?

Fr. 9.9.

... es so viel Leid in der Welt gibt?

Sa. 10.9.

... nach dem Tod ja doch alles aus ist?

So. 11.9.

... die Auferstehung wie ein Märchen klingt?

Impuls für den Monat Juli

Liebe Freunde und Besucher der Ev. Gemeinschaft Kredenbach,

die Gnade und der Friede von Gott, unserem Vater und unserem Herrn Jesus Christus sei mit euch allen – Amen.

und

Wie trockenes Land sich nach erlösendem Regen sehnt, so sehne ich mich nach Gott; ich möchte seine Wunder aufsaugen, wie ein trockener Schwamm, weil das Leben dann Farbe bekommt. Aber, ob ich Gott jemals richtig zu Gesicht bekomme? Ich kann kein Bild von ihm bei mir tragen, um es denen zu zeigen, die fragen: Sag mal, wo ist er denn, dein Gott? Wie sieht er aus?

Dann will ich mich daran erinnern, wie ich mit vielen anderen zusammen Gottesdienst gefeiert habe, die nur so strahlten von der Herzlichkeit Gottes! Ich jedenfalls werde Gott danken, dass er meinen Blick schärft für den Sinn des Lebens.

Trotzdem ist es manchmal so, als würde ich ertrinken in der Flut der Eindrücke und in den Wogen der Probleme. Wenn ich morgens aufstehe, begegne ich einem taufrischen Tag und ich spüre: Den hat Gott mir geschenkt. Abends singe ich zuweilen ein Lied, das tut gut, und ich bete. Ich sage zu Gott, der mich trägt: Hast du mich vergessen? Warum bin ich dann so unruhig? Ich habe Zeit und Geduld und werde Gott immer danken, dass er mir ein Ziel gibt und zu mir hält.

Ich lade dich ein, mitzubeten:

„Du kannst alles allerorten nun erfüll`n und nahe sein; meines armen Herzens Pforten stell` ich offen, komm herein! Komm, du König aller Ehren, du musst auch bei mir einkehren, ewig in mir leben und wohnen als in deinem Himmelsthron. Amen.“

Euer
Friedhelm Linde

Impuls für den Monat Juni

Der diesjährige European Song Contest (ESC) ist gerade vorbei und Deutschland hat den letzten Platz eingefahren.

Nicht, dass mir diese Nachricht nahe ginge oder dieses europaweit hoch angesehene Event auf meiner Top10-Liste steht, aber dennoch ging mir durch den Kopf, als von Emotionen und Reaktionen berichtet wurde: Musik / Lieder machen etwas mit uns.

Lieder bringen zum Ausdruck, was wir selbst gerne sagen würden, uns aber vielleicht die Worte fehlen. Lieder sprechen für uns aus, was wir gerne hätten und was wir vermissen.
Ein Lied ist wie ein gesungener Brief: Es macht nur einen Sinn, wenn dieses Lied einen Empfänger hat, der es hört, versteht, wertschätzt und erhört, das heißt: beantwortet bzw. erfüllt.

Auch in der Bibel finden wir viele Lieder – Verse, ja Bücher – die Singen, mehr noch Beten des Menschen zum Ausdruck bringen. All das, was uns berührt, bewegt, bedrängt, beschäftigt. All das, für das wir uns ein offenes Ohr, Aufmerksamkeit, Antworten, Hilfe, Rettung und Erlösung erhoffen, ja erwarten.

Der Monatsspruch für Juni 2022 ist auch einem Lied entnommen. Einem Lied, das man als das Hohelied in der Bibel findet. Das Hohelied trägt seinen Namen, weil es nach Auslegung (Mac Arthur) das beste Lied, das schönste musikalische Werk König Salomos zu Gottes Ehren war.

Der Monatsvers für Juni 2022 lautet:

Obwohl sich dieser Vers holprig anhört, transportiert er doch genau das, was wir Menschen uns zutiefst wünschen. Nämlich, dass sich jemand, der die Liebe in Person ist, sich seiner Not und seiner tiefsten Sehnsucht annimmt, sein Lebenslied nicht nur hört, sondern erhört. Diesen Jemand gibt es! Es ist Jesus Christus, der Sohn Gottes, der nicht nur deine Wünsche und Hoffnungen, dein Lebenslied hört, sondern vielmehr in Ewigkeit dein Ansprechpartner, deine Bezugsperson sein möchte. Ja jemand, der sich deinen Stempel, ein Siegel aufdrücken lässt, damit er dich vor Selbstverlust, ja vor deinem Tod, bewahren kann.

Warum? Weil dein wortlosestes Lebens- oder Klagelied in Jesu Ohr unerhört wichtig ist, ankommt und beantwortet wird!

Aber nicht auf die Schnelle, bis zum nächsten Contest oder bis irgendjemand was Besseres anbietet, sondern jetzt und für alle Zeiten, auf ewig, das Beste vom Besten!

Jesus Christus will nicht nur der Adressat für die lebenswichtigen Wünsche altertümlicher Herrscher sein, sondern vielmehr möchte er der Empfänger, Beantworter und Erfüller deiner und meiner Existenzfragen sein. Er möchte es nicht nur sein – er allein ist es!

Und deswegen richtet sich mein Lebenslied mit allem Bedarf an Ihn, Christus, Weil ich es weiß und erfahren habe, dass ER nicht nur stark ist wie der Tod, sondern den Tod überwunden hat. Für mich!

Die diesjährige Gewinnerin des ESC war die Ukraine – ja, den Ukrainern und Ukrainerinnen gilt über dies unsere große Aufmerksamkeit und Unterstützung. Insbesondere dürfen und müssen wir unseren Herrn und Erlöser um Gnade, Barmherzigkeit, Erlösung und Frieden flehentlich anrufen, wie es Salomo tat!

Weil nur die Liebe Gottes maßgeblich, also wirklich wichtig ist, ist es gut, dass wir Ihm unser Lied / unser Lebenslied widmen. Weil Jesus eben nicht nach Quote fragt, sondern sich für dich und mich ganz persönlich interessiert! Dein Lebenslied hört Er, Jesus Christus, sich gerne an, ob in Dur oder in Moll. Und Er lässt dich nicht allein, sondern möchte sich verbürgen für dich, deinem Siegel Grund und Halt sein und Bestand auf Ewigkeit!

Euer
Torsten Münker

„Untrennbar Volk und Land Israel“ mit Johannes Gerloff 5. Mai 2022, 19 Uhr

„Untrennbar Volk und Land Israel“

5. Mai 2022
19 Uhr

Johannes Gerloff kommt am 5. Mai 2022 um 19.00 Uhr mit dem Thema „Untrennbar Volk und Land Israel“ in die Evangelische Gemeinschaft Kredenbach, Kredenbacher Straße 13, 57223 Kreuztal.

Die Teilnahme ist vor Ort (keine Beschränkungen, Empfehlungen können hier nachgelesen werden), per Livestream und per Zoom möglich. 

Vor Ort
Video­konferenz
Im Live­stream

Impuls für den Monat Mai

Der 3. Johannesbrief, wahrscheinlich Anfang der 60er-Jahre n.Chr. verfasst, ist neben dem Philemonbrief der einzige Brief im Neuen Testament, der ausschließlich an eine Privatperson gerichtet war, in diesem Fall an einen gewissen Gajus. Möglicherweise war dieser Gajus ein vom „Ältesten“ (Apostel Johannes) bekehrtes „Kind“, es bestand also evtl. eine besondere Beziehung. Diesen Bruder Gajus kann man wohl ohne Ironie und Neid einen „wahren Christen“ nennen, ein Vorbild in der Nachfolge Christi. Jemand, der seinen Worten auch Taten folgen ließ. Damit verhielt er sich ganz im Gegensatz zu Diotrephes, dem Leiter der Gemeinde. Dieser Diotrephes schien ein Lügner zu sein, der schlecht über andere redete, der wenig von Gastfreundschaft hielt und zudem Gemeindeglieder, die nicht nach seiner Pfeife tanzten, aus der Gemeinde schmiss.

In den insgesamt nur 15 Versen des 3. Johannesbriefes geht es zusammengefasst darum, dass Johannes die Gemeinde, zu der Gajus gehörte und in der Diotrephes Leiter war, für einen lieben Bruder auf der Durchreise um gastfreundliche Aufnahme bat. Dies gestaltete sich, bedingt durch den zweifelhaften Leiter aber schwieriger als im Vorfeld angenommen. Im Endeffekt war es einem Rebellen namens Gajus, der sich über die menschengemachten Gesetze des Gemeindeleiters hinwegsetzte, zu verdanken, dass die Bitte Johannes schließlich doch Gehör fand.

Als Vers für diesen Monat ist uns in besonderer Weise der Vers 2 nahegelegt. Ich habe in meiner Auslegung zur Bibel eine, wie ich finde, sehr schöne Erklärung zu diesem Vers gefunden, die ich Euch deshalb nicht vorenthalten möchte:

Ich finde diesen Vers (und die Auslegung) einfach so wunderbar „erdend“. Ein frommer Mann wie der Apostel Johannes hatte, neben dem geistlichen Zustand, auch die weltlichen Belange seines Gegenübers im Blick und wusste genau: Körper, Geist und Seele gehören zusammen – bilden eine Einheit. Geht es auch nur einem dieser drei schlecht, hat das ebenso negative Auswirkungen auf die anderen beiden. Der Satz: „Gesundheit ist nicht das Wichtigste“ klingt zwar nach einem tollen Glaubensmonument. Mir ist aber aufgefallen, dass er so vollmundig meist nur von Geschwistern ausgesprochen wird, die nicht gerade von einer schweren chronischen, lebensbedrohlichen oder stark die Lebensqualität eingrenzenden Erkrankung betroffen sind. Wer hingegen unter solch schweren Umständen sein irdisches Leben Tag für Tag zu meistern hat, für die oder den kann ein solcher Satz wie eine Verhöhnung klingen. Wer permanent unter psychischen u/o körperlichen Schmerzen leidet, dem kann es schwerfallen, mit einem „Halleluja“ auf den Lippen seinem Herrn zu jubilieren.

Und genau das weiß der Schreiber Johannes und unser liebender und fürsorglicher Vater im Himmel, der ihm diese Worte eingegeben hat. Er wünscht sich von Herzen, dass es uns, seinen Kindern, geistlich, seelisch und körperlich gut geht, und er leidet auf der anderen Seite auch mit uns, wenn das nicht so ist.

So leidet unser Vater im Himmel z.B. auch unter dem unendlich vielfältigen und schweren Leid der Menschen in der Ukraine, die von den Folgen dieses sinnlosen Krieges betroffen sind, egal ob in geistlicher, seelischer, körperlicher oder wirtschaftlicher Hinsicht. Und ich bin mir sicher, dass der HERR auch mit den russischen Soldaten leidet, die gegen ihre Brüder und Schwestern in der Ukraine kämpfen müssen, wenn sie ihr eigenes Leben behalten wollen. Oder mit den Menschen in Russland, die sich extrem mutig gegen Putin und seinen Machtapparat stellen, wohl wissend, welche Konsequenzen das haben kann.

Unser Vater leidet auch mit all den Kranken, Verletzten, Verlassenen, Einsamen, Traurigen… in unserer Gemeinde und möchte, dass es uns wohl geht. So dürfen auch wir wissen, die wir gerade unsere Mutter, Oma und Uroma aus unserer irdischen Gegenwart haben gehen lassen müssen, dass unser liebender Vater im Himmel mit uns leidet.

Schließen möchte ich meine Gedanken mit Vers 11:

In diesem Sinne: Gottes Nähe, Geleit und Segen für jeden von Euch ganz persönlich in der Lebenssituation, in der Ihr Euch gerade befindet.

Meine liebe/mein lieber (hier darfst Du Deinen Namen einsetzen), ich wünsche, dass es dir in jeder Hinsicht gut geht und dass dein Körper so gesund ist wie deine Seele.

Mit herzlichen Grüßen von Dirk Münker

Corona Schutzmaßnahmen

Hier findest Du unsere aktuellen Corona Schutz-Maßnahmen (Stand: 04.04.2022).

Aktuell gelten die folgenden Maßnahmen:

  • Freiwillige Händedesinfektion
  • Das Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes ist nicht mehr verpflichtend. Jeder darf aber gerne weiterhin einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Wir bitten um einen umsichtigen Umgang miteinander.

Impuls für den Monat April

Maria Magdalena hatte viel mit Jesus erlebt, sie hatte ihn als Herrn, Meister erkannt. Was ist das für ein Geschenk, dass sie dies schon früh erkannt hatte.

In den Versen vorher sucht sie das Grab ihres Herrn auf. Sie trauert, weint. Wie gut kann ich das nachempfinden. Der Mensch, den man liebt, der einem so viel bedeutet, ist fort. Immer konnte man sich an ihn wenden, ihn um Hilfe bitten, er hörte zu, nahm sich immer die Zeit für die Anliegen seiner Menschen. Ich könnte mir vorstellen, Maria versteht einfach nicht, was da geschehen war.

Mitten in ihrer Trauer spricht Jesus sie an und sie erkennt ihn. Sie reden miteinander und ihre Trauer verändert sich in Freude. Jesus gibt ihr einen Auftrag: „Geh zu meinen Brüdern und sage ihnen, dass ich zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott auffahre.“

Ob sie vor Freude gesprungen ist, steht nicht in der Bibel. Ihr Herz hat bestimmt innerlich gehüpft. Ich stelle mir vor, sie ist im Hopserlauf zu den Jüngern gestartet oder mit aufgeregten, freudigen, schnellen Schritten.

Wie ist das bei mir, wie ist das bei Euch?
Gehe ich sofort los und berichte, dass ich den Herrn gesehen habe? Erzähle ich voller Überzeugung was geschehen ist, was ich mit ihm gerade erlebt habe?
Ich unterhalte mich mit Jesus-gläubigen Geschwistern, mit Freunden, Familienmitgliedern, Bekannten, … und ein anderes Mal bin ich still. Oder registriere Jesus in meinem Leben gar nicht, weil ich blind bin. Ich gehe nicht los und berichte nicht von ihm. Ach, wie viel kann ich doch von Maria lernen!
Ein anderes Wort für berichten ist auch beschreiben, erzählen, schildern, unterrichten oder darstellen. Wie hat Maria es den anderen wohl berichtet, wie hat sie den Auftrag ausgeführt?
Diese Nachricht war ja so wichtig und so wertvoll: „…ich zu meinem Vater, zu eurem Vater, zu meinem Gott, zu Eurem Gott auffahre.“
Was für eine gewaltige Botschaft überbringt sie da!

Was mache ich jetzt persönlich aus dieser Nachricht?
Ich möchte von Jesus berichten, wer er in meinem Leben ist und was ich mit ihm erlebe. Und auch seinen Auftrag (Vers 17) erfüllen:

Shalom!
Es grüßt Euch herzlich

Heike Neidhardt

Impuls für den Monat März

Liebe Freunde und Besucher der Ev. Gemeinschaft Kredenbach,

in Epheser 6,18 steht:

Beginnen möchte ich mit einem kleinen Steckbrief zu Ephesus: Die am Meerhafen gelegene wichtige Stadt für Wirtschaft und Militär bot mannigfaltige Versuchungen. Die in der Stadt abgehaltenen Spiele waren eine wichtige Konkurrenz zu den korinthischen und olympischen Wettkämpfen.

Die Gemeinde wurde von Paulus in den Jahren 52 und 55 gegründet, jedoch nach und nach nicht zuletzt auch für externe Ideologien anfällig. Da spielte z. B. die „Artemis,“ eine olympische Gottheit, eine einflussreiche Rolle. Ihr baute man sogar einen Tempel, dessen Ruinen heute noch sichtbar sind. Zeugnisse der Besiedlung gehen bis ins 11. Jhd. v. Chr. zurück.

Im Sendschreiben an die Gemeinde zu Ephesus wird beklagt, dass man die erste Liebe verlassen habe (Offbg. 2, 4-5). Daher können wir das Anliegen des Apostels auch gut verstehen: Unaufhörlich „zu aller Zeit mit allem Gebet und Flehen in dem Geiste, und eben hierzu wachend, in allem Anhalten und Flehen für alle Heiligen zu beten!“

Das vorab: Beten heißt „Reden mit Gott!“
Haben wir noch die Aussage des bayrischen Ministerpräsidenten Markus Söder am Anfang der Pandemie im Ohr?  Als er im Rundfunk sagte: „Deutschland betet!“ Er ist selbst überzeugter Christ! Beten, können wir das so ohne weiteres? JA, behaupte ich.

Ludwig Hofacker sagte im Jahr 1928: „Brüder, betet, betet! Denn Satan hat einen großen Grimm und will das Evangelium unterdrücken. Zwar, der über Cherubim sitzt, wird es ihm schon wehren; aber wir? Ach, dass wir in der lauen, schläfrigen Zeit, die Augen kaum aufgetan, so fallen sie einem schon wieder zu.“ So wie den Jüngern in Gethsemane.

Augenschließen und Händefalten sind u. a. äußere Zeichen des Betens. Ich beobachte dabei immer wieder – auch eine äußerliche Erscheinung -, wie sich beinahe auf Kommando unsere Köpfe neigen, sobald wir mit dem Gebet oder dem gemeinsamen Gebet beginnen, Richtung Boden. Wo suchen wir den heiligen Geist? Oft so, als ginge es nicht tiefer. Ein praktischer Tipp aus persönlicher Erfahrung: Gerade wenn man alleine beim Morgen- oder Abendgebet ist, ist es immer ratsam auch für sich „laut“ zu beten. Denn, so auch meine Erfahrung, die Gedanken schweifen oft ab.

Von Ephesus nach Kredenbach: Was trennt uns? Was haben wir gemeinsam? Was würde ein Sendschreiben an die Gemeinde in Kredenbach beinhalten?

Im Siegerland, und nicht nur hier, hat es auch eine Erweckungsbewegung gegeben. Davon zehren wir heute noch, wenngleich der damalige Flächenbrand zu einem, so scheint es, glimmenden Docht geworden ist. Kredenbach hat das auch erfahren. Die alten Brüder und Schwestern hatten viel Zeit fürs Gebet! Zunächst in Wohnzimmern, später im „Vereinshaus“, so wie es im örtlichen Sprachgebrauch auch heute noch lautet. Man kam zusammen aus Wohnzimmern in die Gemeinschaft mit Geschwistern. Dem Gebet wurde viel Bedeutung beigemessen. Manchmal, und das geschah zu meiner Jugendzeit noch, auf Knien. Nicht selten wurde daraus auch eine Predigt, oft sehr zum Ermüden und da nehme ich mich nicht aus! Wer schwer­hörig war, hatte keine Chance dem Beter (damals eine reine Männersache) zu folgen. Man stand wieder auf, setzte sich hin, sang ein Lied – und das gleiche Ritual wiederholte sich, bis dass oft mehr als eine Stunde um war.

Also lieber Paulus, da sind wir uns doch einig. Haltet an am Gebet und betet ohne Unterlass. – Kann man das denn?
Gut, vielleicht war es damals eine andere Zeit, die Versüßungen und Verlockungen, die uns heute ablenken können, gab es in dieser Form und Fülle nicht. Welch eine Fülle von Liedern haben wir alleine in unserem Liedschatz, die uns an die Wachsamkeit und das Gebet erinnern. Aber anhaltend, oder gar ständig, fortwährend?!

Ich denke, es muss nicht immer ein aktives Sprechen sein. Wir wissen alle nur zu gut, dass das Gebet eine ständige und immerwährende Verbindung mit dem Heiligen Geist ist – vielleicht so wie der Strom: Er ist zwar nicht sichtbar, aber hat doch eine beeindruckende Kraft. Öfters am Tag sage ich Gott „Danke!“ für die schönen und positiven Erlebnisse. Aber da ich kein Engel bin, muss ich bekennen: Oft geht der „Gaul“ auch mit mir durch. Ich komme aber nie aufs Abstellgleis, nein, ich bleibe in der Spur, und dort gibt’s eben auch Flüsterasphalt und Schlaglöcher. Ein Gebet muss also nicht immer laut sein, es kann auch im „Kämmerlein“ geschehen. Das meine ich nicht unbedingt im physischen Sinne, nein, im Tagesablauf, bei der Küchenarbeit, beim Autofahren, beim Studium, bei der Arbeit, einfach generell.

Nun sagt unser Text, dass Paulus darum bittet, dass die Gemeinde – wir – auch für alle Heiligen beten sollen. Wer sind heute bei uns die „Heiligen“? Ich darf mal aus meiner täglichen Gebetsliste plaudern. Da sind es die mir bekannten Diener Gottes. Und diese Namensliste beläuft sich auf ca. 32 täglich. Hier hätte ich jetzt ein Ausrufungszeichen setzen können. Habe es bewusst vermieden, denn das würde einem Auf-die-Schulter-Klopfen gleichkommen.

Und was würde nun Paulus uns heute als Gemeinde empfehlen?
Bleibt, wie ihr seid? Weiter so? Oder: Ihr müsst mehr Liebe und Gebet unter- und miteinander haben?         
Mein persönlicher Eindruck ist: Wir sind auf einem guten Weg!

Und abschließend kom­me ich nicht umhin, diese Ver­se zu zitieren:

Euer
Klaus Müller

Impuls für den Monat Februar

Wie stellst du dir Jesus vor, wenn du die Geschichten aus den Evangelien liest?

Aus weltlicher Perspektive wird aus Jesus oft ein ethisch-moralisches Vorbild für gutes Handeln gemacht. Ich glaube, dass auch Christen die Geschichten ihres Retters hin und wieder mit dieser Sicht auf Jesus lesen. Du bist nicht überzeugt? Kannst du dir denn Jesus auch richtig zornig/wütend vorstellen?

Er war es! Zum Beispiel wird in der Geschichte der Tempelräumung in Matthäus 21 in Vers 12 deutlich beschrieben, dass Jesus die Tische der Wechsler und Händler umwarf und alle heraustrieb. Ohne Zorn/Wut wirft man keine Tische um. Noch konkreter finden wir Jesu Zorn/Wut in Markus 3,5 bei der Heilung eines kranken Mannes am Sabbat. Dort heißt es

Wenn unser Herr und Heiland zornig/wütend war, dürfen wir dann nicht auch hin und wieder unseren Zorn/unsere Wut mal so richtig rauslassen?

Und schon sind wir mit dieser Frage bei unserem Monatsspruch und nebenbei auch in einem sehr seelsorgerlich-praktischen Bereich angekommen. Ein praktischer Bereich, indem es auf das Handeln ankommt und man andere Menschen verletzten kann. Ein seelsorgerlicher Bereich, weil man vielleicht schon Verletzungen durch den Zorn anderer erfahren hat oder in seinem Elternhaus nie gelernt hat mit seinem eigenen Zorn umzugehen und ihn richtig rauszulassen.

Die Schlachter-Studienbibel sagt zu Zorn „Nach Maßgabe des NTs kann Zorn sowohl gut als auch böse sein. Das hängt von Motiv und Zweck ab. […]“ Guter Zorn „verabscheut Unrecht, Unmoral, Gottlosigkeit und jede andere Sünde. Wenn ein solcher Zorn selbstlos ist und auf Liebe zu Gott und den Mitchristen beruht, ist er nicht nur erlaubt, sondern befohlen. Jesus zeigte diesen gerechten Zorn.“  Jesus ist uns in dieser Art von Wut/Zorn ein Vorbild, da wir dieses Gefühl benötigen, um dann selbstbeherrscht und überlegt aktiv zu werden, Missstände anzuprangern und für Gottes Reich zu handeln.

Gott scheint allerdings gewusst zu haben, dass wir leider viel öfter mit „Schlechtem Zorn“ zu kämpfen haben, der in erster Linie so gar nichts mit Gottes Reich zu tun hat. So sind wir im Alltag meistens zornig/wütend über das scheinbar schlechte/gemeine/böse/nervige Verhalten unserer Mitmenschen. Wie liebevoll, dass Gott uns durch Epheser 4,26 eine ganz praktische Handlungsanleitung für solche Situationen mitgegeben hat.

  • Zürnt ihr: Wir werden mit dem Gefühl von Zorn/Wut immer wieder in unserer gefallenen Welt konfrontiert. Dafür können wir nichts, dafür müssen wir uns nicht selbst strafen. Es ist einfach ein Gefühl, was manchmal plötzlich/ manchmal schleichend da ist. Wir müssen als Christen nicht so tun, als hätten wir diese Gefühle nicht. Es lohnt sich in Familien/ mit Freunden/ mit einem Seelsorger ehrlich darüber zu reden und seine Wut wahrzunehmen und ruhig auszusprechen.

  • so sündigt nicht: Dabei müssen wir aber sehr darauf aufpassen, dass es bei einer ausgesprochenen Wut bleibt, die nicht sofort zu einer impulsiven (sündigen) Handlung wird. Wir sind Kinder Gottes und Leben aus Jesu Vergebung. Es ist unsere Aufgabe Wut auszuhalten und sie zu Jesus zu bringen. Unsere Wut darf keine anderen Menschen verletzen.

  • lasst die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen: Viel mehr sollen wir direkt/ noch am selben Tag das Gespräch mit unserem(n) Arbeitskollegen/ Ehepartner/Kindern/Mitmenschen suchen, den Grund der Wut ruhig erläutern, vergeben und Vergebung empfangen.

 

Und hier ein paar Fragen an dich:

  • War dir bewusst, dass auch Jesus zornig war und dass es einen Unterschied zwischen „gutem“ und „schlechtem“ Zorn gibt?
  • Solltest du dich vielleicht manchmal etwas mehr über Unmoral, Ungerechtigkeit, Gottlosigkeit und Sünde aufregen, um aktiv zu werden?
  • Hast du in deiner Kindheit gelernt, dass man als Christ nie wütend sein darf und schluckst deine Wut fälschlicherweise immer herunter?
  • Kannst du Wut wahrnehmen/aussprechen oder sündigst du daraufhin direkt?
  • Mit wem musst du heute noch etwas klären, bevor die Sonne untergeht?

Ich wünsche uns allen, dass wir diesen Monatsvers praktisch leben!

Lea Schüssler

Allianzgebetswoche 2022

Allianzgebetswoche 2022 im mittleren Ferndorftal

Links und Corona-Infos

Die Veranstaltungen der Allianzgebetswoche 2022 werden wie geplant stattfinden. Die Corona-Regeln an den unterschiedlichen Orten findest du hier:

So. 09.01.

10 Uhr
Gemeindezentrum Dahlbruch (direkt neben Kirche Dahlbruch)

Kinderbetreuung:

– Kindergottesdienst / Sonntagschule für Kinder ab 3 Jahre

– Eltern und ihre Kinder unter 3 Jahre sind herzlich in den Eltern-Kind-Raum der Evangelischen Gemeinschaft Kredenbach eingeladen (hierhin wird der Livestream ebenfalls übertragen)

Coronaregel:

3G + Maske + Händedesinfektion

Mo. 10.01.

19:30 Uhr
Gemeindezentrum Kredenbach

Coronaregel:

Maske + Händedesinfektion

Di. 11.01.

19:30 Uhr
Evangelische Gemeinschaft Dahlbruch

Coronaregel:

Maske + Händedesinfektion

Mi. 12.01.

19:30 Uhr
Evangelische Gemeinschaft Dahlbruch

Coronaregel:

Maske + Händedesinfektion

Do. 13.01.

19:30 Uhr
Gemeindezentrum Kredenbach

Coronaregel:

Maske + Händedesinfektion

Fr. 14.01.

19:30 Uhr
Gemeindezentrum Dahlbruch (direkt neben Kirche Dahlbruch)

Coronaregel:

3G + Maske + Händedesinfektion

Sa. 15.01.

9 Uhr
Evangelische Gemeinschaft Kredenbach

Coronaregel:

2G + Anmeldung bis 12.01. + Maske + Händedesinfektion

So. 16.01.

10 Uhr
Evangelische Gemeinschaft Kredenbach

Kinderbetreuung:

– Kindergottesdienst / Sonntagschule für Kinder ab 3 Jahre

– Eltern-Kind-Raum für Kinder unter 3 Jahre

Coronaregel:

Maske + Händedesinfektion

Plakat

Die Infos zur Allianzgebetswoche 2022 kannst du diesem Plakat entnehmen:

Anmeldung zum Gebetsfrühstück bis 12.01.

Herzliche Einladung zum Gebetsfrühstück im Rahmen der Allianzgebetswoche am Samstag, 15.01.2022 um 9 Uhr in der Evangelischen Gemeinschaft Kredenbach.

Wir bitten um Anmeldung bis zum 12.01.

Das Frühstück findet unter Einhaltung der 2G-Regel statt. 

Impuls für den Monat Januar

Jesus sprach zu ihnen: Kommt und seht! 

Johannes 1,39a

So kurz und knapp antwortet Jesus den ersten Jüngern auf ihre Frage nach Orientierung. Vordergründig war die Frage der Jünger sehr einfach: „wo wirst du bleiben?“ oder anders übersetzt: „wo wohnst du“? „Wo ist Deine Heimat und Dein zu Hause“? Und Jesus gibt nun als Antwort keine Anschrift samt Mailadresse heraus. Er versteht die Frage der Jünger in ihrem tieferen Sinn. Die Frage nach dem „Woher kommst Du?“ und „Wohin gehst Du?“ schwingt hier im übertragenen Sinn mit. Es geht um Jesu Herkunft vom Vater und um seinen Weg nach Golgatha. Johannes der Täufer hatte noch kurz vorher seine Zuhörer auf Jesus hingewiesen indem er sagte: „Siehe, das ist Gottes Lamm!“

Eine irdische Adresse kann und will Jesus nicht angeben. In Matthäus 8 hat Jesus das nochmal pointiert ausgedrückt:

Die Füchse haben Gruben und die Vögel unter dem Himmel haben Nester; aber der Menschensohn hat nichts, wo er sein Haupt hinlege.

Matthäus 8,20

So antwortet Jesus hier also den Jüngern im Blick auf seine Herkunft, seine Sendung und Aufgabe: „Kommt und seht!“


Ist Jesu Antwort zu knapp? Hätte er ausführlicher antworten sollen? Hätte er erklären und Zeugnis geben sollen? Eine Predigt vielleicht? Oder gar eine theologische Abhandlung?
Jesus macht hier keine großen Worte. Er lädt die Jünger ein in die Nachfolge: kommt und seht selber. Überzeugt Euch davon, dass es wahr ist, was Johannes über mich gesagt hat.
Zu einer Zeit als die Christen noch eine Minderheit im römischen Reich waren, wurde Bischof Ambrosius einmal gefragt, wie er es machen würde, einen Heiden zu bekehren. Da hat er geantwortet: „Ich würde ihn eine Zeitlang in mein Haus aufnehmen und bei mir wohnen lassen.“
„Kommt und seht!“ Im persönlichen Beisammensein, gleichsam „bei Jesus zu Hause“ können auch die Jünger ihn am besten kennenlernen und erfahren, wer er wirklich ist. Mit dieser Einladung können die Jünger erfahren, wo Jesus im Tiefsten beheimatet ist, wo er letztlich seinen Ursprung und seine Wurzeln hat.
Wer sich auf Jesus einlässt, der braucht keine großen Erklärungen, der kann erfahren, wie der Glaube wächst und trägt.


Später wird Jesus sagen:

Ich und der Vater sind eins.

Johannes 10,30

Und:

Wer mich sieht, sieht auch den Vater.

Johannes 14,9

Jesus kommt von Gott. Das macht ihn einzigartig. Wie kein anderer ist er Wohn- und Bleibe-Ort Gottes. In Jesus wohnt die ganze Fülle der Gottheit. Wenn wir uns auf Jesus einlassen, wenn wir ihm nachfolgen, wenn wir unser Leben ihm anvertrauen, wenn wir uns auf seinen Ruf hin aufmachen, dann erleben wir Gottes Nähe und finden Heimat bei ihm. Wer Heimat bei Gott gefunden hat, wird selber zum Wegweiser auf diesen Jesus hin.
Jesus hat nicht gesagt: Seid Vortragsredner, sondern Glaubenszeugen!
Appelle helfen wenig. Druck bringt nichts. Theorien haben wir genug. Das Zeugnis ist gefragt, das lebendige Beispiel. „Kommt und seht“ so sollen auch wir Menschen einladen, sich auf diesen Jesus, auf diesen Gott einzulassen.
Glauben entzündet sich am Glauben. Nur Ergriffene ergreifen! Und lebendige Nachfolge entsteht durch Jesu Einladung, auf die wir uns einlassen dürfen und die wir an andere weitergeben sollen.

Herzliche Grüße
Michael Weber

Impuls für den Monat Dezember

Juble und freue dich, du Tochter Zion!
Denn siehe, ich komme und werde in deiner Mitte wohnen, spricht der HERR.

Sacharja 2,14

Liebe Freunde und Besucher der Ev. Gemeinschaft Kredenbach,

ein junger Mann ist Hals über Kopf in seine Verlobte verliebt. Die Hochzeit wird geplant und nun muss noch die schwierige Frage geklärt werden: Wo werden wir zukünftig gemeinsam wohnen? Diese Frage ist bestimmt leicht zu beantworten, wenn beide aus der gleichen Region kommen. Schon schwieriger wird es, wenn die beiden aus unterschiedlichen Teilen Deutschlands kommen. Mindestens einer der beiden muss seine Zelte in seiner Heimat abbrechen und einen größeren Umzug / Jobwechsel etc. in Kauf nehmen.

Was aber, wenn die Verlobte aus einer Krisenregion/ einem schlimmen Ort dieser Welt kommt? Wer zieht nun zu wem? Der junge Mann will aus Liebe zu seiner Verlobten zu ihr ziehen – entgegen dem „Mainstream“, entgegen jeglicher Vernunft? Wie schätzt du die Lage ein?

Ich zumindest würde wahrscheinlich so reagieren: 🤦🏼‍♂️.
Oder in Worten: „Wie kann man nur so etwas tun? Das ist überhaupt nicht sinnvoll!“

Aber genau das, dass jemand von einem viel schöneren Ort an einen grausamen Ort ziehen möchte, um dort bei seiner Geliebten zu sein, erfahren wir in unserem Monatsvers:

Denn siehe, ich komme und werde in deiner Mitte wohnen, spricht der HERR.

Sacharja 2,14

Der Herr will zu seiner Geliebten, seinem Volk, ziehen, um dort bei ihm zu wohnen! Warum lässt der HERR dies dem Volk durch den Priester Sacharja mitteilen? Der Perserkönig Kyrus gab 538 v.Chr. den Israeliten in der babylonischen Gefangenschaft die Freiheit sich wieder in ihrem Heimatland anzusiedeln (Esra 1,1-4). Etwa 50.000 Leute taten dies und kehrten nach Jerusalem zurück. Sie begannen den Wiederaufbau des Tempels (Esra 3), aber der Widerstand der Nachbarn zusammen mit einer gewissen Gleichgültigkeit führten dazu, dass die Arbeit eingestellt wurde (Esra 4,24). 16 Jahre später werden Haggai und Sacharja vom Herrn beauftragt das Volk zur Wiederaufnahme ihrer Arbeit zu bewegen. Daraufhin wurde der Tempel 4 Jahre später fertiggestellt (Esra 6,15).

Sacharja war also eine Art Motivator für das Volk mit dem Wiederaufbau des Tempels weiterzumachen. Und seine von Gott gegebene Strategie lautet: Schaue nicht auf dein Tagewerk, sondern schaue nach vorne, denn dort wird dir deutlich wofür du eigentlich gerade arbeitest! Erinnere dich daran, dass der Messias bald kommen wird und der soll hier wohnen! Dort, wo du ihm gerade das Haus baust!

Wir gehen nun wieder in zügigen Schritten auf Weihnachten zu. Und Jesus ist schon einmal auf die Welt gekommen, um für eine kurze Zeit bei uns zu wohnen. Er kam, um uns sündige Menschen zu retten durch seinen Tod am Kreuz und seine Auferstehung! Aber Sacharja 2,14 bezieht sich auf das zweite Mal, wenn Jesus kommt. Die Israeliten sollten schon damals durch das zweite Kommen Jesu motiviert werden und auch wir sollen durch den Vers motiviert werden. Denn einen Vers später in Sacharja 2,15 lesen wir:

An jenem Tag werden sich viele Heidenvölker dem HERRN anschließen, und sie sollen mein Volk sein.

Sacharja 2,15

So wie das Volk Israel damals durch den Gedanken des zukünftigen Kommens des Messias angespornt wurde den Tempelbau wieder aufzunehmen, so sollen auch wir heute für unseren Dienst angespornt werden. Dies soll ein Ansporn sein Jesus zu verherrlichen, anderen von ihm zu erzählen und ihm ähnlicher zu werden. In dieser Adventszeit wünsche ich uns allen von Herzen eine wahre Freude über das Kommen Jesu, denn ab diesem Moment haben wir eine ganz innige Gemeinschaft mit ihm. Lasst uns diese Freude auf das Zukünftige Motivation sein im hier und jetzt Jesus die Ehre zu geben.

Eine gesegnete Adventszeit wünsche ich euch allen!

Max Schüssler