Open Doors Gebetsmail

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17.02.2021

Burkina Faso: Gott wird alle Tränen abwischen

Nach leidvollen Erfahrungen setzt Salamata ihre ganze Hoffnung auf Gottes Erbarmen

(Open Doors, Kelkheim) – Salamata* wird den Tag, an dem die Dschihadisten in ihr Dorf kamen, nie vergessen. An diesem Tag wurde ihr Leben zum zweiten Mal auf den Kopf gestellt, und die 19-Jährige lebte lange mit dem Gefühl, vielleicht niemals Frieden finden zu können. Doch vor wenigen Monaten nahm sie an einem Trauma-Seminar teil und neue Hoffnung begann in ihr aufzukeimen.

Der Angriff auf ihre Gemeinde hat Salamata erschüttert: „Ich begann schlaflose Nächte zu haben“

 

Der Angriff auf ihre Gemeinde hat Salamata erschüttert: „Ich begann, schlaflose Nächte zu haben“

„Verschwinde, die Dschihadisten sind hier!“

Salamata stammt aus einer muslimischen Familie in Burkina Faso. Mit drei Jahren wurde sie in die Obhut ihrer Großeltern gegeben, da sie ohne Mutter aufwuchs. Während ihrer Grundschulzeit beschlossen ihr Vater und kurz darauf auch dessen Bruder, Jesus nachzufolgen. Entsetzt von diesem Schritt, verstießen Salamatas Großeltern die beiden Männer und ihre Enkelin. Vater und Tochter fanden schließlich ein neues Zuhause in Silgadji, einer Stadt im Norden des Landes. Salamata erinnert sich: „Ich blieb bei dem Pastor von Silgadji bis zu dem Tag, an dem die Dschihadisten kamen.“

Die Ereignisse des 28. April 2019 sind in Salamatas Gedächtnis eingebrannt. „Sie kamen an einem Sonntag. Der Gottesdienst war gerade vorbei und ich ging zum Haus des Pastors. Ich hörte jemanden kommen, es war ein Mädchen, es rannte. Ich fragte sie, was los sei, sie antwortete: ‚Verschwinde, die Dschihadisten sind hier!‘ Ich wollte weglaufen, aber ich sah, dass es zu viele waren.“

An diesem Tag wurden sechs Männer gezielt getötet, darunter auch der 80-jährige Pastor Pierre Ouédraogo (Open Doors berichtete).

Erste Hoffnung nach Monaten voller Angst und Zweifel

Nachdem die Angreifer wieder verschwunden waren, kamen einige Dorfbewohner und nahmen die Frau des Pastors mit, um sie zu versorgen. Salamata fand zusammen mit drei anderen Frauen und einem Kind vorübergehend Zuflucht im Haus von Nachbarn. Diese waren jedoch keine Christen und übten zusätzlichen Druck auf ihre Gäste aus. „Sie sagten uns, dass wir das, was uns passiert ist, verdient haben.“

Schließlich fand die kleine Gruppe Unterschlupf bei einem Freund des Pastors. „In dieser Nacht konnte ich nicht essen, denn erst da wurde mir klar, dass all das tatsächlich passiert war. Plötzlich überfiel mich große Angst. Ich begann, schlaflose Nächte zu haben, denn wenn ich die Augen schloss, sah ich die Angreifer vor mir.“

Der Angriff, zusammen mit der Ablehnung durch ihre Großeltern, hat Salamata in große innere Konflikte und Zweifel versetzt. „Manchmal denke ich über die Leiden nach, die ich seit meiner Geburt ertragen musste“, sagt sie. „Alles, was wir versuchten, ging schief. Wir weinten ohne Ende. Wo ist Gott geblieben? In unserem Leben kennen wir nur Tränen und Leid. Was passiert ist, ist schwer für mich.“

Im September 2020 lud Open Doors Salamata zu einem Trauma-Seminar ein, das von lokalen kirchlichen Partnern veranstaltet wurde. Inzwischen lebt sie in einem Zufluchtszentrum, das von einem Pastor betreut wird. „Mir geht es jetzt besser. Ich habe zwar immer noch manchmal Angst, aber nicht mehr so wie früher“, sagt sie. Doch Mitarbeiter von Open Doors, die Salamata während einer Hilfslieferung vor Kurzem besuchten, berichten, dass sie immer noch damit kämpft, zu verstehen, warum Christen verfolgt werden und so leiden müssen: „Ich kann nur hoffen, dass Gott sich endlich über uns erbarmt und unsere Tränen abwischt.“

*Name geändert

Bitte beten Sie für Salamata und die Christen in Burkina Faso:

  • Beten Sie, dass Jesus Salamata in seiner Liebe begegnet und sie durch ihn tiefe Heilung und Wiederherstellung erlebt.
  • Beten Sie auch für alle anderen Christen in Burkina Faso, die vertrieben, ausgegrenzt oder verfolgt werden: dass Jesus sie schützt und sie in ihrem Glauben stärkt.
  • Danken Sie für die Möglichkeit, Menschen wie Salamata durch Seminare und Hilfslieferungen zur Seite zu stehen; bitte beten Sie, dass Gott alle Beteiligten segnet und Gelingen für ihre Arbeit schenkt.
  • Beten Sie für die Dschihadisten, aber auch andere Muslime wie Salamatas Großeltern, die Christen verfolgen oder sie ausgrenzen: dass Jesus ihnen begegnet und sie ihn erkennen.
 
 

Impuls für den Monat Februar 2021

Liebe Freunde und Besucher der Ev. Gemeinschaft Kredenbach,

Die Jünger Jesu kommen von ihrer Aussendung zu Jesus zurück und sind völlig begeistert darüber, was sie mit der Macht Jesu alles erleben durften. Sie haben Dämonen ausgetrieben und Wunder erlebt. In diese Euphorie sagt Jesus ziemlich nüchtern: Alles schön und gut, aber freut euch nicht deswegen, sondern vielmehr darüber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind. Ist Jesus eine Spaßbremse? Oder gönnt er seinen Jüngern die Freude nicht?

Nein, bestimmt nicht. Aber er ordnet ein, warum die Jünger dies alles erleben: Die Wunder, die sie von Jesus und durch seine Kraft erlebt haben, sind kein Selbstzweck, sondern sollen nur auf das eigentlich größte Wunder hinweisen: Dass Jesus gekommen ist, um ewige Gemeinschaft zwischen Gott und Menschen überhaupt wieder möglich zu machen. Durch seinen Tod und seine Auferstehung wird es den Menschen, die sich ihre Sünden von ihm abnehmen lassen, möglich, in Ewigkeit in seiner Gemeinschaft zu leben. Und auf diese Ewigkeit sollen sich die Jünger und auch wir freuen.

Wir können hier auf der Erde schon eine Menge Schönes erleben und leben in einem Land, in dem das auch recht leicht möglich ist. Gibt es da Zeit und Anlass, sich schon mit dem Himmel zu beschäftigen? In Offenbarung 21 wird der Himmel beschrieben. Manches davon können wir uns gar nicht richtig vorstellen, aber einiges können wir zumindest ahnen. Das wird ein Ort ohne Tränen, ohne Leid, ohne Geschrei, ohne Schmerz, ohne Tod. Und übrigens auch ein Ort ohne Pandemie und mit Gemeinschaft im besten Sinn. Unglaublich schön, erfüllend und wirklich kaum vorstellbar.

Und wer das jetzt liest, mag denken: Ja klar, so sind die Christen. Fliehen vor dem Hier und Jetzt und verschieben alles auf den Himmel. Ducken sich hier weg und verfallen in Träumereien.

Ist Freude auf den Himmel also Weltflucht?

Weihnachten liegt noch nicht so lange zurück, und unsere Kinder haben sich so sehr darauf gefreut. Wie schön ist es, wenn wir uns beschenken, wenn wir es schön machen, wenn es gutes Essen und einen Weihnachtsbaum gibt. Aber hätte ich ihnen im Advent gesagt: „Jetzt konzentriert euch doch bitte mal aufs Hier und Jetzt und reißt euch zusammen. Bis Weihnachten dauert es noch Wochen!“? Sicher nicht. Immerhin hat ja die Freude auf Weihnachten eine ganze Menge bei ihnen ausgelöst: Sie waren gut gelaunt, sie haben überlegt, wen sie wie beschenken und was sie zum Fest beitragen können. Die Freude auf Weihnachten hat ihr aktuelles Denken und Handeln verändert.

Und das ist mir eine Lehre. Die Freude auf den Himmel macht etwas mit meinem Leben. Wenn Jesus mich auffordert, mich darüber zu freuen, dass mein Name in seinem Buch des Lebens steht, dann löst diese Freude im Idealfall etwas aus. Dann möchte ich so viele Menschen wie möglich mit an diesen wunderbaren Ort nehmen. Dann kann ich schwierige Zeiten hier auf dieser Erde besser aushalten, weil ich ein ganz anderes Ziel vor Augen habe. Und dann werde ich unabhängiger von allem, was mir schon jetzt auf dieser Welt geschenkt wird, weil ich weiß, dass das größte Geschenk noch auf mich wartet. Dann bestimmt mein Bürgerrecht im Himmel mein Denken und Handeln im Hier und Jetzt.

In diesem Sinne wünsche ich euch eine gesegnete Zeit mit ganz viel Vorfreude.

Herzliche Grüße,
Anne-Maren Stücher

Impuls für den Monat Januar 2021

Liebe Freunde und Besucher der Ev. Gemeinschaft Kredenbach,

ich vermute die meisten, die jetzt diesen Vers aus Psalm 4 gelesen haben, denken sich gerade – „Treffender hätte dieser bei der aktuellen Lage nicht sein können!“

Corona ist leider inzwischen ein fester Bestandteil unseres Alltages geworden, ob es uns nun gefällt oder nicht.

Wir stehen inmitten eines zweiten Lockdowns und die Lage ist schlimmer denn je.

Anfang des Jahres ist unser Land noch mit einem blauen Auge davon gekommen und wir standen international relativ gut da. Das hat sich nun geändert. Die Zustände sind besorgniserregend, sehr viel mehr Infizierte und Tote, und die Angst steigt bei vielen Menschen spürbar an.

Aber auch die damit verbundenen „Begleiterscheinungen“ darf man nicht vergessen und unterschätzen. Familien werden massiv gefordert, Sozialkontakte stark reduziert, das Miteinander wird an vielen Ecken intensiv zurückgefahren, Menschen verlieren ihren Arbeitsplatz und viele Ältere vereinsamen. Die Liste ist lang.

Doch auch ganz unabhängig von Corona gibt es natürlich immer wieder im Leben eines jeden Einzelnen individuelle Erlebnisse oder Erfahrungen, die viel Leid und Not mit sich bringen, wie z. B. ein schwerer Unfall, seelische Probleme, der unerfüllte Wunsch nach Liebe und Anerkennung oder gute Freunde, oder den richtigen Partner fürs Leben.

Daraus resultiert oft Verzweiflung, Niedergeschlagenheit und innere Ausgelaugtheit. Man ist müde und weiß ganz einfach nicht mehr weiter. Es scheint alles irgendwie nur noch grau und dunkel zu sein. Jeder Einzelne hat seine ganz eigene Geschichte und muss mit den Herausforderungen, die das Leben bringt, zurechtkommen.

Und all die Schwierigkeiten, Nöte und Ängste in ihrer individuellen Form werden uns auch noch nach Corona, wie sie bereits davor und währenddessen da waren, begleiten.

Und da stellt man sich doch früher oder später die Frage:

  • Wie geht es weiter?
  • Hört Gott mich überhaupt?
  • Wann werden wieder bessere Zeiten kommen?

Wir wissen nicht wann, wir können nur hoffen, schon bald.

Aber entscheidend ist auch nicht die Frage wann, sondern wer bringt sie uns?!

Und das ist unser Herr Jesus!  An IHN ist auch unmittelbar die Frage nach dem Wann gekoppelt. Ihm dürfen wir voll und ganz zutrauen, dass ER alles gut machen wird. Vieles bleibt ungewiss und vielleicht auch unbeantwortet, aber wenn wir in einer Sache Gewissheit haben dürfen, ist es die Tatsache, dass ER alles in seinen Händen hält und nichts geschehen lässt, was nicht geschehen soll! ER steht zu jeder Zeit ganz souverän über allem. Für uns nicht immer ganz einfach und begreiflich! Einerseits ist es oft so, dass wir wieder mehr nach Gott fragen, wenn es uns schlecht geht oder die Zeiten erdrückend sind. Gott wird für uns wieder wichtiger und größer. Seine Nähe sollten wir uns immer wieder bewusst machen und uns selbst prüfen: Wie steht es mit mir persönlich?! Bin ich noch auf der richtigen Route oder habe ich mich inzwischen verfahren?

Auf der anderen Seite bringt uns dieses Verständnis Sicherheit und Beruhigung. Wir werden feststellen, dass unser aufgewühltes Gemüt zur Ruhe kommt und das Herz ruhiger zu schlagen beginnt. Es hilft uns, Angst und Sorge IHM abzugeben. Faktoren, denen wir in unserem Leben niemals zu viel Spielraum geben dürfen.

Da wo Licht ist, hat die Dunkelheit keinen Platz. Wo wir eine Kerze in einem völlig dunklen Raum anzünden, können wir plötzlich etwas sehen. Und wenn der Tag anbricht, verschwindet die Nacht.

Unser Herr Jesus ist dieses Licht. Er ist heller als jeder Stern. Er erleuchtet die dunkelsten Regionen.

Wenn wir IHN in unser Herz lassen und IHM vertrauen, werden wir auch in den dunkelsten Zeiten das Licht am Ende des Tunnels sehen. ER wird uns hindurchführen, ohne Wenn und Aber.

Und wenn wir IHN leuchten lassen, dürfen wir gleichzeitig erleben, wie es uns verändert und uns helfen wird, viele Situationen aus einer anderen Perspektive zu sehen und auch zu meistern.

Dafür dürfen wir beten, Miteinander und Füreinander.

Ich wünsche euch ein gutes, neues, gesegnetes Jahr 2021 mit vielen, schönen und außergewöhnlichen Erfahrungen mit unserem Herrn Jesus Christus in allen Lebenslagen.

Herzliche Grüße,
Benjamin Klein

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